Schock-Prämien bei Krankenkassen Preise für Medis: Wie viel die Pharmamultis verdienen

  • Publiziert: 17.48 Uhr, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Die Kosten für die Rohstoffe von Medikamenten sind lächerlich klein im Vergleich mit den Verkaufspreisen.

Die Medikamente sind der drittgrösste Kostenblock im Gesundheitswesen. Sie machen rund 20 Prozent aus. Nach den Spitalkosten (39%) und den Behandlungskosten bei den Ärzten (22.9%).Pro Kopf und Monat waren es im letzten Jahr rund 50 Franken. Die Pharmaindustrie verdient kräftig – auch weil die Herstellungskosten tief sind. Einmal den Aufwand für die Forschung weggelassen – braucht es für die Herstellung eines Medikaments Rohstoffe, Anlagen und Personal. Das Konsumentenmagazin «Saldo» hat zusammengetragen, welchen Anteil am Gesamtpreis der Medis die Wirkstoffe ausmachen. Hier ein paar Beispiele: Medikament Wirkung Packungspreis Kostenanteil Wirkstoff Zurcal Magensäurehemmer Fr. 38.40 0,7% Seretide Gegen Atemwegserkrankungen Fr. 84.95 0,05% Efexor Antidepressivum Fr. 9.- 10% Aspirin Cardio Blutverdünner Fr. 7.10 0,1% Viagra Erektionshilfe 76.95 0,2% Voltaren dolo Schmerzmittel 16.- 4,6% Logisch: Die Kosten für die Entwicklung von Medikamenten sind hoch: Schätzungsweise pro Produkt 1,5 Milliarden im Durchschnitt.Trotzdem: Die Pharmafirmen verdienen kräftig. Novartis hat im letzten Jahr einen Gewinn von 8,2 Milliarden Franken erzielt. In anderen Worten: Jeder Franken Umsatz hat 19,7 Rappen Gewinn eingebracht. Bei Roche sah es sogar noch besser aus. Gewinn: 10,8 Millarden Franken. Jeder Franken Umsatz lieferte 23,8 Rappen Gewinn. (pft)

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