Post modern: Jetzt gibts Briefe auf den Bildschirm

  • Publiziert: 15.06.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – E-Mails lassen Briefe heute wie alte Zöpfe aussehen – aber der gelbe Riese schlägt zurück: Wer unterwegs ist, kriegt seine gescannte Post künftig ins Mail-Fach geschickt.

Die Schweizerische Post geht mit der Zeit – und lanciert den elektronischen Briefkasten. Wer von unterwegs auf dem Bildschirm seine Post lesen will, kann sich Briefe elektronisch zustellen lassen. Die Post scannt sie ein und schickt sie in die elektronische Swiss Post Box.

Das Angebot richte sich an Menschen, die viel unterwegs seien und ihre Briefpost fristgerecht online bearbeiten wollten, meldete die Post heute. Pro Monat kostet der elektronische Briefkasten eine Grundgebühr von Fr. 19.90. Extraleistungen werden zusätzlich verrechnet.

Adressierte Sendungen werden in einem Scanning-Zentrum zunächst von aussen elektronisch erfasst und die Ansicht des Briefs den Adressaten per Mail zugesandt. Diese entscheiden dann, was mit der Sendung weiter geschehen soll.

Auf Wunsch öffnen die Pöstler den Briefe schicken dem Kunden ein PDF-Dokument mit dem Inhalt. Ausserdem ist es möglich, den Brief physisch an eine andere Adresse weiterschicken zu lassen.

Und wie stehts mit dem Postgeheimnis? Dieses bleibt nach Angaben der Post gewahrt. Die persönliche Swiss Post Box ist mit einem Passwort geschützt, der Sicherheitsstandard folge den gleichen Richtlinien wie das Online- Banking der PostFinance.

Ob aber die Post-Angestellten ihre Augen ganz fest zukneifen, wenn sie einen intimen Liebesbrief zum Einscannen vorgesetzt bekommen? (SDA/hhs)

Was halten Sie vom neuen Angebot der Post, Briefe elektronisch zuzustellen? Werden Sie es nutzen?

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