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Der Schock, den die Kapo Solothurn den Berufsschülern mit dem Abspielen von echten Unfallvideos bereiten will, ist gewollt. «Den Jungen wird die harte Realität gezeigt. Sie sollen sehen, was passieren kann, wenn man rast», sagt Roland Wiederkehr (63), Präsident der Strassenopfer-Stiftung «Road Cross».
Bilder wie das rechts schocken die Jungen nicht. Deshalb sind auf der DVD auch die blutüberströmten und zerrissenen Leichen der Raser und ihrer Mitfahrer zu sehen. Wiederkehr: «So weit gingen wir tatsächlich noch nie. Diese Original-Bilder der Kapo Solothurn haben es in sich.»
Erste Reaktionen sind positiv. Wiederkehr: «Die Filme gehen den Jugendlichen sehr nahe. Vor allem, weil sie nicht auf Sensation aus sind, sondern eine Geschichte dazu erzählt wird.»
Die Schock-Aktion ist vom kantonalen Amt für Berufsbildung und Berufsberatung abgesegnet. Im November wird die Raser-DVD allen Berufsschülern im Kanton gezeigt. Anschliessend wird diskutiert.
Es könne schon vorkommen, dass nach der dreistündigen Veranstaltung jemand betreut werden müsse, sagt Wiederkehr: «Aber im Nachhinein dankt man uns. Die meisten sind sich mehr denn je bewusst, was passieren kann, wenn man sich am Steuer überschätzt.»
Ein völlig zerstörtes Raserauto mit Blutlache: zu harmlos für die Jugendlichen.