Geld für Armee: Bundesrat Maurer beschimpft SVP
BERN – Wie viel Geld soll die Armee erhalten? Darüber streitet sich VBS-Chef Ueli Maurer jetzt mit seiner eigenen Partei.
Aktualisiert um 09:50 | 12.11.2009
Nur darüber sind sich beide einig: Bei der Armee muss gründlich aufgeräumt werden. Das fordert Verteidigungsminister Ueli Maurer genauso wie seine Partei, die SVP. Deren Galionsfigur, Christoph Blocher, hatte die Armee vor einigen Tagen gar als «Sauladen» bezeichnet.
Doch beim Geld scheiden sich die Geister. Und zwar aufs heftigste. Die SVP, allen voran Christoph Blocher und Ulrich Schlüer, will nämlich der Armee kein zusätzliches Geld bewilligen. Es soll bei vier Milliarden Franken pro Jahr bleiben.
«Damit ist die SVP realitätsfremd», schimpft Ueli Maurer gegenüber Radio DRS.
Denn: Ohne neues Geld könne die Armee ihren Leistungsauftrag gar nicht erfüllen!
Und: Nehme man die Vorschläge der SVP genauer unter die Lupe, werde auch klar, dass die vier Milliarden hinten und vorne nicht reichen würden. Denn die Pläne der SVP-Strategen Christoph Blocher und Ulrich Schlüer würden Mehrausgaben von «ein bis zwei Milliarden» verursachen, so Maurer.
Das widerspreche jedoch den Sparvorgaben des Bundesrats. Er, Maurer, verlange daher rund 700 Millionen Franken pro Jahr mehr für die Armee.
(snx)
Doch beim Geld scheiden sich die Geister. Und zwar aufs heftigste. Die SVP, allen voran Christoph Blocher und Ulrich Schlüer, will nämlich der Armee kein zusätzliches Geld bewilligen. Es soll bei vier Milliarden Franken pro Jahr bleiben.
«Damit ist die SVP realitätsfremd», schimpft Ueli Maurer gegenüber Radio DRS.
Denn: Ohne neues Geld könne die Armee ihren Leistungsauftrag gar nicht erfüllen!
Und: Nehme man die Vorschläge der SVP genauer unter die Lupe, werde auch klar, dass die vier Milliarden hinten und vorne nicht reichen würden. Denn die Pläne der SVP-Strategen Christoph Blocher und Ulrich Schlüer würden Mehrausgaben von «ein bis zwei Milliarden» verursachen, so Maurer.
Das widerspreche jedoch den Sparvorgaben des Bundesrats. Er, Maurer, verlange daher rund 700 Millionen Franken pro Jahr mehr für die Armee.
(snx)
Das sagen Blick.ch-Leser
- Edmund Naef, Amden - 13:14 | 12.11.2009
- » Sicher brauchen wir neue, gute "Kampfjets"; aber am Boden und im Inland. Unsere einst so stolze, intakte Nation wird von innen zerfressen, wieso will man dies nicht wahr haben? Uebrigens: Eine Armee kann nur so stark sein wie die Motivation und der Wille des einzelnen Soldaten, und da sind wir in einer ziemlichen Schräglage. Dies kann auch nicht mit zusätzlichen Finanzspritzen aufgebessert werden. Schade um die vielen Steuermilliarden!
- fred guggenbuehl, ormalingen - 11:19 | 12.11.2009
- » alles schön und gut Armee hin oder her, alle sieben Zwerge wollen immer nur Geld, vom kleinen Bürger. Dass der aber bald nichts mehr zu fressen hat scheint wohl kein Schwein zu interessieren. Vielen Dank... Wohin darf denn ich eines Tages auswandern......
- Conrad Bissegger, Baar - 10:22 | 12.11.2009
- » @Sam: es ist doch eine Illusion, wenn Sie sich durch eine "Armee im Top-Zustand" (was auch immer das heissen mag) in der Schweiz sicherer fühlen werden. Schauen Sie sich mal das Militär-Budget der USA an: hat dieses oder der Top-Zustand deren Armee etwa 9/11 zu verhindern vermocht? Erzählen Sie mir bitte nichts von Sicherheit durch eine Armee vor Bedrohungen durch Terrorismus.
- Markus Enzler, Wirzweli - 09:54 | 12.11.2009
- » 700 Mio. mehr. Super, das reicht doch gerade um wieder ein Informatikprojekt in den Sand zu setzen.
- Stutz Diana, Wetzikon - 09:44 | 12.11.2009
- » Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass derjenige, der jahrelang seine Gegner in den Dreck gezogen hat und seinen eigenen Bundesrat zum Scheinbundesrat ernannte, nun selber Opfer seiner Hetzstrategie wird. Maurer hat die SVP scharf gemacht wie eine Horde wildgewordener Pitbulls, wie lange es wohl geht, bis auch er zum Scheinbundesrat ernannt wird?
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