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Schlechtes Gewissen: Schon 36 Berliner Steuersünder zeigen sich an

BERLIN – Der Kauf der CD mit gestohlenen Bank-Daten hat in Deutschland für eine Welle von Selbstanzeigen gesorgt. Allein 36 in Berlin

Aktualisiert um 15:23 | 08.02.2010
Die deutschen Steuersünder, die ihre Geld am Fiskus vorbei in die Schweiz geschmuggelt haben, kriegen langsam kalte Füsse. Am Wochenende haben sich bereits 40 reuige Steuersünder gemeldet.

Wie die «Berliner Morgenpost» berichtet, ging es heute im gleichen Stil weiter. Allein in Berlin haben sich bis zum Mittag 36 weitere Personen selbst angezeigt. Diese Zahl bestätigt auch die Berliner Finanzverwaltung.

4,5 Millionen hinterzogen


Von einem besonders spektakulären Fall berichtet das Magazin «Focus»: Ein gut betuchter Steuerzieher soll sich bereits vor dem angekündigten Kauf der Daten-CD bei der Berliner Finanzbehörde gemeldet haben. Er müsse nun eine Steuerschuld von rund 4,5 Millionen Euro begleichen. Somit hat sich für den deutschen Statat der Kauf der CD bereits gelohnt. Der Datendieb wollte dafür 2,5 Millionen Euro.

CD-Kauf sorgt für Streit zwischen Parteien

Die Regierung des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg hat eine für heute Abend geplante ausserordentliche Kabinettssitzung zum Kauf der Steuersünder-CD abgesagt.

Hintergrund sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Regierungsparteien CDU und FDP über den Ankauf der CD. Zudem will der designierte Ministerpräsident Stefan Mappus erst nach seiner Wahl am Mittwoch mit seiner neuen Regierung über einen möglichen Kauf entscheiden.

Mit der ausserordentlichen Sitzung hätte die Kontroverse zwischen CDU und FDP beigelegt werden sollen: Der derzeitige CDU- Finanzminister Baden-Württembergs, Willi Stächele, will die angebotene CD erwerben, FDP-Justizminister Ulrich Goll und dessen Parteifreunde lehnen dies ab.

Halbe Million für neue CD


Der Informant verlangt für die Daten von 1700 mutmasslichen Steuerhinterziehern offenbar eine halbe Million Euro (Blick.ch berichtete). Das Angebot war am Freitag bekannt geworden.

Auch Bayern kündigte inzwischen an, es prüfe den Ankauf von Daten mutmasslicher Steuersünder. Laut «Der Spiegel» handelt es sich um Daten von Kunden zweier Banken in der Schweiz und in Luxemburg. (gca/SDA)
Das sagen Blick.ch-Leser
Hugo Zimmermann, Auswanderer - 08:53 | 09.02.2010
» Seit Adam und Eva ist der Mensch instinktiv, genetisch behaftet, seine Errungenschaften zu "schützen". Wieso gibt es denn geschützte "Markenrechte", Patente, Lizenzen, Verbote etc. etc.? Nur die Schweizer Banken müss(t)en ihre Informations - Schleusen öffnen, während die grössten Raubritter-Regierungen ihre Banken und Off-Shore Investments immunisieren. Kanal-Inseln, Cayman-Islands, Delaware, UAE, Singapore, Brunei, Luxemburg, Monaco, etc. etc. etc. Wenn das Schule macht, dann gute Nacht 1. Weau
Bruno Brunschwiler, Niederuzwil - 23:22 | 08.02.2010
» Lasst die Deutschen doch machen!! Sie machen sowieso was Sie wollen. Sie haben vergessen, dass mehr als die "halbe Welt" ihnen mal gut gesinnt sein mussten, damit sie wieder aufs "hohe Ross" kamen!!!
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