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Der Ex-Kommandant der Schweizergarde zeigt Mitleid mit dem gescheiterten Armeechef. Pius Segmüller (57) sitzt im Nationalrat, ist Sicherheitschef des Weltfussballverbandes Fifa und VR-Präsident der Sicherheitsfirma Swissec AG. Er bestätigt die BLICK-Recherchen: «Ja, Herr Nef hat bei uns ein Mandat als Projektleiter.»
Segmüllers Swissec AG überprüft und verbessert die Sicherheit von Unternehmen und Organisationen. Roland Nef (50) soll auf Mandatsbasis «saubere Lagebeurteilungen» machen. Er schätze Nefs «analytische Fähigkeiten», sagt Segmüller. «Ich möchte, dass er bald ein Projekt für uns ausführen kann.» Wofür er Nef vorsieht und was er verdienen soll, will Segmüller nicht sagen.
Die zwei Ex-Kommandanten kennen sich «schon längere Zeit» aus dem Militär. Segmüller hielt stets zu Nef, auch als bekannt wurde, dass Nef seine Ex-Freundin mit SMS, Postsendungen und fiktiven Sexinseraten terrorisiert haben soll. Nach einem persönlichen Gespräch mit Noch-Armeechef Nef sagte Segmüller damals zur «Berner Zeitung»: Er sei überzeugt, «dass in Wahrheit nichts Gröberes passiert ist. Zumindest nichts, was eine Entlassung des Armeechefs nötig macht.»
Segmüller stützt Nef auch in dessen These, ein Bauernopfer gewesen zu sein, damit die SVP Bundesrat Samuel Schmid loswurde. Diese Verschwörungstheorie gab Nef vor einer Woche im TV zum Besten. Bevor er seine beruflichen Vorzüge anpries. «Ich habe grosse Erfahrung im Führen von komplexen Organisationseinheiten und will das dieser Gesellschaft zur Verfügung stellen.»
Nef beklagte sich, er habe «einige» Bewerbungen geschrieben, erfolglos: «Wenn mein Name in Zeitungen das Attribut ‹dubios› oder ‹kriminell› hat, ist es natürlich sehr schwierig, eine interessante Funktion in dieser Gesellschaft zu erhalten.»
Ex-Armeechef Roland Nef jammerte auf TeleZüri über sein hartes Los.- Niklaus Stauss