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Das Youtube-Video lässt uns Schweizer stocken: «Laut Zeugen wurden im Zürichsee, Genfersee und an sechs anderen Orten in der Schweiz Piranhas gesichtet.» Die Sprecherin des britischen TV-Senders «PTV» spricht mit ernster Stimme. Einige Schwimmer seien bereits Opfer von Piranha-Attacken geworden. Die Gesundheitsdirektion des Landes habe versichert, die Bevölkerung über die Piranha-Ausbreitung auf dem Laufenden zu halten.
Piranhas in Schweizer Seen? Eine Folge der Klimaerwärmung? Keineswegs. Stattdessen ist der Beitrag laut «Le Matin» eine Werbung für den Film «Piranha 3D», der im Oktober in die Deutschschweizer Kinos kommt. Einen TV-Sender namens «PTV» gibts gar nicht, die Leute, die im Film zu Wort kommen, sind Laienschauspieler.
Hinter dem Augenzeugen, der von seiner Begegnung mit einem Piranha berichtet, steckt der Produzent selbst. Der aus Lausanne stammende Mathias Noschi von der Londoner Werbeagentur WayToBlue bekam vom Verleiher den Auftrag, einen Werbefilm für «Piranha 3D» zu produzieren.
Noschi engagierte kurzerhand seinen Vater, der die Rolle des «Meeresbiologie-Professors der Uni Genf» übernahm. «Wir hatten bei der Produktion grossen Spass. Wir haben den Film diesen Sommer in unserem Ferienhaus gebastelt.» (lha)
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Blutbad und Panik: Szene aus «Piranha 3D», der im Oktober in die Deutschschweizer Kinos kommt. (AP)