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Basel und Zürich beschlossen es am Wochenende. Der Rest der Schweiz dürfte folgen: Raucher müssen vor die Beizentür. Doch dort dampfen bald nicht nur Zigaretten: Mitfühlende Wirte stellen frierenden Rauchern einen Heizpilz auf.
Eine Unsitte, finden Umweltschützer. Denn «Burny», der verbreitetste Terrassenstrahler, ist eine CO₂-Schleuder: Vier Heizpilze verpuffen in einer Stunde so viel wie ein 4x4-Offroader.
Darum wollen Umweltschützer und Behörden den drohenden Pilz-Boom gleich im Keim ersticken.
«Baselland ist Vorreiter», freut sich Greenpeace. Dort sind mobile Aussen-Heizgeräte völlig verboten. Die Städte Zürich, Bern, Solothurn, Luzern und Winterthur sind schon fast soweit. Sie haben die Pilze auf öffentlichem Grund verboten.
Und dabei wird es nicht mehr lange bleiben: «Wir planen auch ein Verbot auf privatem Grund», sagt Bruno Hohl, Direktor Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich. «Der Stadtrat hat entschieden: Heizpilze passen einfach nicht zu unseren Umweltschutzzielen.»
Die Wirte wissen, was sie erwartet: «Man warnte uns bereits, als wir die ersten Heizpilze aufstellten», seufzt Ernst Bachmann, Vizepräsident der Gastrosuisse. «Jetzt kommt halt noch ein Verbot, das wir bekämpfen müssen.»
Beim Rauchverbot haben die Wirte schon verloren. Wo immer darüber abgestimmt wird, gibts rauchfreie Beizen. Jetzt geht es gegen die Burnys. Deren Zahl nimmt langsam, aber stetig zu.
«Wir hatten vor zwei Jahren einen kleinen Boom», sagt Peter Selzam. Seine Winterthurer Firma verkauft gut die Hälfte aller Schweizer Burnys. «Von 50 im Jahr auf 500. Und so viele verkaufen wir auch heute noch.»
Wie lange noch? Kommt das Heizpilz-Verbot, müssen sich die Wirte was Neues einfallen lassen. Sie können ja Pullis verteilen. Mit einem Camel statt Krokodil.
Heizpilze: Gastwirtschaftliches Plus oder Umweltsünde?