Pille macht dünn – aber traurig
BERN/PARIS – Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat den Schlankmacher Acomplia vom Markt genommen – die Pille verursacht Depressionen. In der Schweiz ist das Medikament aber noch erhältlich.
Aktualisiert um 12:25 | 24.10.2008
«Die Risiken überwiegen die Vorteile», gab ein Sprecher des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis heute in Paris zu. Die EU hatte das Unternehmen aufgefordert, den Verkauf des Schlankmachers Acomplia einzustellen. Vorerst dürfe das Mittel nicht mehr verschrieben oder in Apotheken ausgegeben werden.
Patienten, die es verschrieben bekommen hätten, sollten einen Arzt aufsuchen: «Acomplia kann Depressionen auslösen, vor allem, wenn Patienten bereits früher an Depressionen litten».
Hoffnungsträger mit Nebenwirkungen
Das Medikament, das als Hoffnungsträger des Konzerns galt, war im Juni 2006 zugelassen worden. Es wird bei der Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit eingesetzt. Bislang wurden weltweit etwa 700´000 Patienten damit behandelt.
In den USA hatte das Medikament keine Zulassung erhalten. Denn die US-Behörden waren der Ansicht, der Wirkstoff könne zu Depressionen und Suizid-Gedanken führen. Die Schlankmacher-Pillen enthalten den Wirkstoff Rimonabant. Das erhöhe das Risiko für Depressionen und Angstzustände.
Eine Studie der britischen Arzneimittelkontrollbehörde MHRA listet Acomplia in 720 Fällen wegen unerwünschter Nebenwirkungen auf – davon in fünf Fällen mit tödlichen Folgen!
Swissmedic klärt ab
In der Schweiz ist Acomplia seit 2007 zugelassen. Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic sei im Gespräch mit Sanofi-Aventis, sagte ein Sprecher. «Wir beobachten und klären weitere Massnahmen ab.»
Für Patienten, die das Mittel verabreicht erhalten, bestehe keine akute Gefährdung. Sie könnten das Medikament weiter einnehmen, sollten aber in den nächsten Tagen mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin das weitere Vorgehen besprechen. (SDA)
Patienten, die es verschrieben bekommen hätten, sollten einen Arzt aufsuchen: «Acomplia kann Depressionen auslösen, vor allem, wenn Patienten bereits früher an Depressionen litten».
Hoffnungsträger mit Nebenwirkungen
Das Medikament, das als Hoffnungsträger des Konzerns galt, war im Juni 2006 zugelassen worden. Es wird bei der Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit eingesetzt. Bislang wurden weltweit etwa 700´000 Patienten damit behandelt.
In den USA hatte das Medikament keine Zulassung erhalten. Denn die US-Behörden waren der Ansicht, der Wirkstoff könne zu Depressionen und Suizid-Gedanken führen. Die Schlankmacher-Pillen enthalten den Wirkstoff Rimonabant. Das erhöhe das Risiko für Depressionen und Angstzustände.
Eine Studie der britischen Arzneimittelkontrollbehörde MHRA listet Acomplia in 720 Fällen wegen unerwünschter Nebenwirkungen auf – davon in fünf Fällen mit tödlichen Folgen!
Swissmedic klärt ab
In der Schweiz ist Acomplia seit 2007 zugelassen. Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic sei im Gespräch mit Sanofi-Aventis, sagte ein Sprecher. «Wir beobachten und klären weitere Massnahmen ab.»
Für Patienten, die das Mittel verabreicht erhalten, bestehe keine akute Gefährdung. Sie könnten das Medikament weiter einnehmen, sollten aber in den nächsten Tagen mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin das weitere Vorgehen besprechen. (SDA)
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