Videobotschaft von Hass-Prediger Pierre Vogel wirft Schweiz Faschismus vor

BERLIN – In einem neuen Video schimpft der deutsche Islam-Prediger Vogel über seine Einreisesperre. Er wirft der Schweiz Faschismus vor und will unsere Diplomaten aus muslimischen Ländern ausweisen lassen.

  • Publiziert: 15.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Beat Kraushaar
Mit einem «Salam aleikum» (Friede sei mit euch) beginnt die neuste Video-Botschaft des Islamisten Pierre Vogel auf seiner Homepage: Doch mit dem Frieden ist es damit schon vorbei. Zehn Minuten lang wird in Vogels Namen die Schweiz beschimpft. Der Islam-Prediger wurde letzten Samstag mit einem Einreiseverbot in die Schweiz belegt.

Mit ganz ruhiger Stimme werden die Aussagen vorgelesen – sie sind unmissverständlich:

  • Er bezeichnet das Ja zum Minarettverbot als «Rechtsrutsch hin zum Faschismus», der sich ausbreiten wolle.
  • Er bezeichnet das Einreiseverbot gegen ihn als «Verletzung der Grundrechte». Deshalb stellt er in Zweifel, dass man die Schweiz noch als Demokratie ansehen könne.
  • Er bezeichnet die Schweiz als Aggressor und befürchtet «Massenverhaftungen von Islam-Predigern».
  • Er warnt die Schweizer Regierung davor, den Islam weiter zu bekämpfen. Er droht damit, islamische Staaten aufzurufen, dass diese Schweizer Diplomaten ausweisen.
  • Er warnt die Eidgenossen indirekt vor Terroranschlägen, weil für ihn klar ist, dass es wegen dem Ja zum Minarett-Verbot «zu Reaktionen von radikalen Muslimen kommen wird».
Bevor sich der Sprecher mit einem «Salem aleikum» verabschiedet, ruft er «gemässigte, nicht islamophobe Staaten» wie Deutschland auf, auf die radikale Schweiz einzuwirken.

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