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Die Präsidenten von FDP und SP nutzten gestern die Delegiertenversammlungen ihrer Parteien, um die Positionen im Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin abzustecken. FDP-Präsident Fulvio Pelli (58) warnte in Bern die «Mitte-links-Mehrheit» davor, «Streiche» zu spielen und den FDP-Sitz zu «stehlen».
Für den Fall, dass die SP einen CVP-Kandidaten unterstützt, drohte Pelli mit Vergeltung beim nächsten Rücktritt eines SP-Bundesrats: «Hoch wird der Preis für die SP: Sie muss bald ihre Bundesräte auswechseln.» Er stehe jedoch als Couchepin-Nachfolger nicht zur Verfügung, denn er wolle die FDP als Präsident
in den Wahlen 2011 zum Erfolg führen.
SP-Präsident Christian Levrat (38) bezeichnete in seiner Rede in Winterthur ZH die Diskussion um den potenziellen CVP-Kandidaten Urs Schwaller als gefährlich. Es sei besonders bedauerlich, dass der Streit um die Zugehörigkeit zu Sprachregionen von Pelli lanciert worden sei, «von jemandem, der mehr als alle anderen auf den nationalen Zusammenhalt achten müsste».
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... und SP-Präsident Christian Levrat giftelten sich an. (Keystone)