BERN – Das BAG verschreibt neue Massnahmen gegen die kränkelnde Kommunikation, die zur voreiligen Entlassung des Schweinegrippe-Patienten von Baden führte.
Kommunikationspannen wie im Fall Kerry F. sollen künftig nicht mehr möglich sein. Auf Veranlassung des Bundesamtes für
Gesundheit (BAG) wurden zwei Massnahmen ergriffen:Verbessert wurde das Formular, welches den Laborbefund darstellt. Die Liste der Resultate sei jetzt so eindeutig, dass Fehlinterpretationen kaum mehr möglich seien, sagte Patrick Mathys, Leiter der Pandemievorsorge im Bundesamt für Gesundheit (BAG), gegenüber Radio DRS.Als zweite Sicherheitsmassnahme müssen die Labors bei positiven Befunden künftig auch noch zum Telefonhörer greifen und das Testresultat mündlich dem behandelnden Arzt mitteilen.Der Aargauer Schweinegrippe-Patient Kerry F. (19) war vorerst nach Hause geschickt worden, weil das Kantonsspital Baden einen Fax des nationalen Influenza-Zentrums in
Genf falsch interpretierte. Nachdem das Missverständnis entdeckt wurde, musste sich der inzwischen als geheilt geltende junge Mann sofort wieder in Spitalquarantäne begeben. (SDA)