
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Post und der Preisüberwacher suchten eine einvernehmliche Lösung finden, teilte die Post am Samstag mit. «Die Post hat vom Preisüberwacher Signale erhalten, dass er sich gesprächsbereit zeigen wird», sagte Post-Sprecher Mariano Masserini auf Anfrage. Es werde eine Lösung gesucht, mit der beide Seiten leben könnten.
Die Preisänderungen hätten ab dem 1. April in Kraft treten sollen. Leichte Pakete mit bis zu fünf Kilogramm Gewicht wären einen Franken teurer geworden, schwerere Pakete dagegen einen Franken günstiger. Die Post rechnete dadurch unter dem Strich mit 16 Millionen Franken Mehreinnahmen.
Ändern wollte die Post auch die Tarife für den Versand von Briefen, Paketen und Kurierdiensten ins Ausland. Diese hätten jeweils rund 7 Prozent teurer werden sollen, was zu Mehreinnahmen von rund von 3,6 Millionen Franken geführt hätte. Als Grund für die Anpassungen der Preise gab die Post höhere Kosten an.
Wann es zu einer Einigung kommen wird, konnte Masserini nicht sagen. Die Diskussionen mit dem Preisüberwacher Stefan Meierhans seien im Gange.
Mehrwertsteuer übernehmen
In die Gespräche mit dem Preisüberwacher würden auch Massnahmen einfliessen, welche die Post ab dem 1. Juli einführen wolle, sagte Masserini. Dann fällt im Zuge der Liberalisierung die Monopolgrenze für inländische Briefe von 100 auf 50 Gramm und die Mehrwertsteuer auf Briefen wird obligatorisch.
Die Post hatte angekündigt, die Mehrwertsteuer für Inlandbriefe nicht auf die Kunden zu überwälzen. Das würde laut Post rund 100 Millionen Franken weniger Einnahmen bedeuten. Diese Massnahme hat aber laut Masserini weder der Post-Verwaltungsrat noch das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) abgesegnet. (sda/dct)