Pädophiler auf der Flucht: Hier brach sich Egger ein Bein

BERLIN/BASEL - Am Donnerstagabend wurde der flüchtige Pädophile Christoph Egger in Berlin erwischt. Jetzt zeigt sich: Der Schweizer wollte fliehen – und brach sich dabei ein Bein.

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Wurde in Berlin erwischt: Der aus der Basler Klinik geflohene Pädophile Christoph Egger. play

Wurde in Berlin erwischt: Der aus der Basler Klinik geflohene Pädophile Christoph Egger.

(Screenshot RTL)

Jetzt ist klar: Der verurteilte Pädophile Christoph Egger (46) flüchtete ins Ausland. Von Basel ins fast 900 Autobahnkilometer entfernte Berlin. Mitten in der deutschen Hauptstadt, im Stadtteil Pankow, versteckte er sich tagelang. In der Wohnung seines homosexuellen Bekannten René B.*

Am Donnerstag scheiterte Eggers letzter Versuch, die Flucht zu verlängern. Als die Polizei um 18.45 Uhr vor der Tür auftauchte, sprang er in Panik aus einem Fenster im Hochparterre – und brach sich das Bein.

Jetzt liegt der Basler in einem Berliner Spital, bewacht von der Polizei. Genau 22 Tage hatte Eggers Flucht gedauert, zuletzt war international nach ihm gefahndet worden. Dabei hatte er versprochen, sich Ende dieser Woche zu stellen.

«Er hat Panik gekriegt»

Ein Versteck in Berlin, die Flucht durchs Fenster: Das sieht nicht nach Aufgeben aus. «Er hat Panik gekriegt, er hatte Angst», sagt eine Bekannte. «Er wollte sich stellen, das war der Plan.»

Am 12. Februar war Egger vom Areal der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel davonspaziert. Offenbar war ein negativer Verlaufsbericht über seine Therapie der Grund.

Mal hier, mal dort

Die Bekannte sagt, Egger sei mal in Basel, dann wieder in Deutschland gewesen. «In Berlin kannte er jemanden. Aber wir wussten nicht genau, wo er war.» Mitte der Woche sei Egger in Richtung Schweiz gereist, um sich zu stellen. «Doch dann kehrte er plötzlich um.»

Am Donnerstag um 7.53 Uhr schrieb Egger der Frau via Facebook: «Solange ich nicht mit diversen Pressen meine Lage selber besprechen konnte, stelle ich mich nicht.» Um 13.36 Uhr: «Sterben wäre das Beste.»

Anrufer half der Polizei

Stunden später erhielt die Berliner Polizei einen Tipp. Ein Anrufer meldete, er sehe den gesuchten Schweizer Pädophilen regelmässig in Pankow – und gab eine Adresse an.

Hat der Anrufer Egger erkannt, weil er ihn in der RTL-Sendung «Extra» sah? Jedenfalls machte sich die Polizei auf den Weg und wurde fündig.

In spätestens sechs Wochen soll Egger ausgeliefert werden. Wohin er hier kommt, ist offen.

*Name der Redaktion bekannt

Beliebteste Kommentare

  • Erna  Imhof , Phuket
    Na Bravo.......schade hat er nicht noch was anderes gebrochen
  • Yvonne  Henz-Kleger , via Facebook
    Lasst den doch wo er ist! In der Schweiz tappt der doch wieder durch die Gegend!

Alle Kommentare (6)

  • Meyer  Steve
    Vielen Dank für diese sehr Informative Berichtserstattung. Mich würde noch interessieren, welche Farbe seine Unterhosen hat und ob er täglich seine Socken wechselt.
    Kommt mir langsam wie eine Amerikanische Comedy Show vor. Scheint nichts wichtigeres auf der Welt zu geben.
    • 09.03.2014
    • 4
    • 7
  • heinz  häusler
    wer ist jetzt eigentlich verantwortlich für das abhauen aus dem freigang ? natürlich wieder niemand........!!
  • Andreas  Zenger
    Jetzt kommt es immer besser...Phädophiler bricht sich auf der Flucht das Bein, kann entwischen und gibt danach im RTL in Deutschland ein Interview
    Absolute Weltklasse was da unsere Kuschjustiz wieder einmal fertig bring
  • Yvonne  Henz-Kleger , via Facebook
    Lasst den doch wo er ist! In der Schweiz tappt der doch wieder durch die Gegend!
  • Marianne  Müller , Uster
    Auch wenn der Mann sich Dinge hat zu Schulden kommen lassen, zeigt der Bericht doch seine grosse Not.
    Es ist wohl nicht einfach, im Strafvollzug das richtige Mass zwischen Härte und Milde zu finden. z.B. Carlos, vergangene Sexualmorde
    Ich hoffe, dass das in diesem Fall gelingt.
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