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Im Schulheim Wiesen kam es wiederholt zu sexuellen Übergriffen unter Kindern. Das gab der Stiftungsrat der Stiftung «Gott hilft» heute an einer Medienkonferenz zu. Es habe seit 2003 insgesamt «eine Handvoll Vorfälle» gegeben, so die Stiftungsleitung. Und nicht nur in Herisau – sondern auch im Schulheim Zizers!
«Alle Vorfälle haben wir gemeldet und transparent behandelt», sagt Stiftungsleiter Daniel Zindel. Sie seien den zuständigen Ämtern gemeldet worden. Dennoch: Als im Jahr 2006 ein Mädchen mit einem Messer bedroht und sexuell missbraucht wurde, wusste das zuständige Amt in Appenzell AR nichts davon.
Die Stiftungsleitung erklärt: Laut internen Abläufen müsste in solchen Fällen ein Mail an das zuständige Amt geschickt werden. Die dafür zuständige Person arbeite nicht mehr in der Stiftung. Deshalb könne der Ablauf der Panne nicht mehr rekonstruiert werden.
«Wir entschuldigen uns im Einzelfall bei den Betroffenen», sagt Zindel weiter. Man müsse verstehen, dass viele Kinder aus schwierigen Verhältnissen kommen. Es gebe Vorgeschichten voller «Gewalt, Sucht und Sex».
Seit 2008 habe es keinen einzigen Vorfall mehr gegeben. «Aber es ist jedesmal tragisch», sagt Werner Haller vom Stiftungsrat zu Blick.ch. Die Stiftungsleitung bestreitet bislang, dass Lehrpersonen gegen Heimkindern körperliche Gewalt angewendet hätten. Die Anzahl der Vorfälle liege in einer für Heime mit Kindern und Jugendlichen mit belastenden Erfahrungen normalen Grössenordnung.
Weitere Missbräuche: Schulheim Wiesen.- Screenshot schulheimwiesen.ch