Weil Mutter die Fristen nicht einhielt Serbin Marija (17) muss die Schweiz verlassen

Petitionen, Benefiz-Fussballspiele und Klagen habe nichts geholfen: Die Sarganserin Marija Milunovic muss die Schweiz definitiv verlassen. Das Migrationsamt nahm das Gesetz besonders genau.

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Seit Juni 2014 lebt Marija (17) in Sargans SG bei ihrer Mutter Svetlana (34). Sie lernte schnell Deutsch, ist eine beliebte Schülerin und eine der besten Kickerinnen des FC Balzers. Nun muss sie die Schweiz definitiv verlassen. Gestern erhielt sie vom St. Galler Migrationsamt die Wegweisungsverfügung, wie «FM1 Today» berichtet.

«Ich kann es kaum fassen. Ich bin sehr enttäuscht und traurig. Kein einziger Politiker hat sich je für sie eingesetzt», sagt Marijas Trainer Armin Kekic. Er und Tausende Unterstützer kämpften für ihr Bleiberecht. Sogar ein Benefiz-Spiel gab es, Petitionen mit über 6000 Unterschriften.

Marija und ihre Mutter Svetlana durften bis vor wenigen Tagen noch hoffen: Die Jugendanwaltschaft sprach Marija vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts frei. Eine Auswirkung auf ihr Bleiberecht hatte das nicht. «Es bedeutet ausschliesslich, dass die die Jugendliche für ihren illegalen Aufenthalt nicht bestraft wird», sagt Jürg Eberle, Leiter des St. Galler Migrationsamts, zu «FM1 Today».

Grund für ihre Ausschaffung ist, dass Mutter Svetlana bestimmte gesetzliche Fristen nicht eingehalten hatte. Marijas Anwalt stört das ungemein: «Marija hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Ihre Mutter hatte versehentlich bestimmte Fristen nicht eingehalten – dies führt nun zur Wegweisung.» (pma)

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016
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88 Kommentare
  • rolf  graf aus spiez
    19.11.2016
    Wieso die Tochter einbürgern? Es ist ja kein Krieg in Serbien? Es müsste eher so sein, dass die Mutter und Tochter gehen müssen und auch die gesamte Verwandtschaft. Wir haben ja wieder alles aufgebaut, genügend Geld vom Soz bezahlt, die Familienwurzeln sind dort und und.. geht doch einfach wieder Heim wir brauchen euch nicht. Auch nicht im Fußball
  • monika  steimer aus au
    19.11.2016
    Fristen sind Fristen und als solche einzuhalten.Die Mutter hat es verpasst.Punkt
    Soll Sie mit der illegal eingereisten Tochter wieder gehen.Aber das eigene Wohl liegt dieser "Mutter"wohl naher.Und es ist auch ein Exempel zu setzen.Denn sonst werden bald viele Fristen absichtlich verpasst,wenn damit ein Bleiberecht erwirkt werden kann.
    Traurig für das Madchen
    ABER 14 JAHRE SERBIEN,2 JAHRE SCHWEIZ.In Serbien ist die Heimat von Mutter und Tochter.
  • Sonja  Zwicker 19.11.2016
    Man kann doch nicht mit irgendwelchen Benefiz-Veranstaltungen und Petitionen Gesetze umgehen! Wir leben ja nicht im Urwald!
    Und die Schweiz soll jetzt dafür verantwortlich sein, dass sich diese Dame plötzlich Muttergefühle entwickelt!?
    Wenn Marija als Kleinkind ohne ihre "Mutter" in Serbien überleben musste, schafft sie es auch jetzt, wo sie bald volljährig ist!
  • Sonja  Zwicker 19.11.2016
    Illegale Serben haben hier nun mal nichts zu suchen, ob Kinder oder Erwachsene! Warum soll man in diesem Fall eine Ausnahme machen? Es ist kein Krieg in Serbien, und es gäbe noch ganz viele Kinder aus anderen Ländern, die gut Fussball spielen, und gerne deutsch lernen würden! Was für seltsame Argumente. Sonst plädiert man doch auch immer so grossartig an die Gleichbehandlung!
  • Hans  Müller aus Bern
    18.11.2016
    Versehentlich verpasst? Denke eher, es hatte einen speziellen Grund dass der Termin verpasst wurde. Wird wie so oft verschwiegen, um ein grosses Kopfschütteln in der Bevölkerung auszulösen. Wir haben uns alle an Termine zu halten mit grösseren oder kleineren Konsequenzen.