Web-Pranger wirkt: 6 Randalierer krochen zu Kreuz

  • Publiziert: 02.02.2009

ST. GALLEN – Auf ihrer Website veröffentlichte die St. Galler Polizei kürzlich Bilder der Raufbrüder vom Espenmoos – mit Erfolg: Von den 18 Gesuchten haben sich schon sechs gestellt.

Es war das letzte Spiel des FCSG im legendären Espenmoos – und ein rabenschwarzer Abend für St. Gallen: Die Mannschaft verabschiedete sich am 20. Mai 2008 im Barrage-Spiel gegen Bellinzona aus der obersten Spielklasse. Danach liessen einige Randalierer ihrem Frust freien Lauf und demolierten das eigene Stadion.

Die St. Galler Polizei stürmte den Platz mit einem Grossaufgebot; sie konnte die massiven Ausschreitungen jedoch nicht verhindern. Fazit: ein Sachschaden von 150000 Franken.

Im vergangenen November eröffneten die St. Galler Behörden dann das Strafverfahren gegen 30 Personen, die meisten von ihnen Schweizer im Alter von 18 bis 22 Jahren. Acht Verdächtige wurden Anfang Dezember in einer koordinierten Aktion vorübergehend hopsgenommen.

18 blieben vorerst unerkannt

18 weitere mutmassliche Hooligans konnten die Ermittler aber nicht identifizieren – und veröffentlichten deshalb vor zwei Wochen kompromittierende Bilder im Internet. Die Bevölkerung sollte die Raufbrüder anschwärzen (Blick.ch berichtete).

Der Internet-Pranger scheint zu wirken: Bereits haben sich sechs der mutmasslichen Hooligans bei den Behörden gemeldet. Das bestätigte heute der zuständige Untersuchungsrichter Simon Burger.

Die zwölf restlichen Fahndungsporträts bleiben vorderhand noch online – solange noch Hinweise aus der Bevölkerung eingingen, so Burger. (hhs/SDA)

play Von den einst 18 Gesuchten bleiben noch 12 online (hier die ersten neun davon). Die St. Galler Polizei hofft, dass sie sich auch bald melden oder verpfiffen werden. (Kapo SG)

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