NIEDERBÜHREN - SG - Nach einem Brand eines Mehrfamilienhauses in der Nacht auf Samstag, wird einer der Bewohner vermisst.
Ein Feuerwehrkommandant entdeckte das Feuer an der Unterdorfstrasse.
(Kapo SG)Gegen 3.30 Uhr entdeckt Feuerwehrkommandant Niklaus Angehrn, der in Niederbüren SG wohnt, Flammen in seiner unmittelbaren Nachbarschaft: An der Unterdorfstrasse brennt ein Mehrfamilienhaus! Nach der Alarmierung der Feuerwehr gelingt es ihm, die im Erdgeschoss lebende 83-jährige Schweizer Mieterin zu retten, wie die Kapo St. Gallen mitteilt.
«Ich rannte mit dem Nachbarn zum Hauseingang, dann schlug ich die Glastür mit dem Fuss ein», berichtet Angehrn von der Rettungsaktion. Im Innern stiessen sie auf die verängstigte 83-Jährige. Das Haus stand bereits im Vollbrand. «Von oben fielen schon die Ziegel auf uns runter», beschreibt der Feuerwehrmann das Inferno.
Auch vier im Obergeschoss lebenden Männer, 2 Asylbewerber aus Tibet und 2 Asylbewerber aus Eritrea (im Alter zwischen 25 und 31 Jahren) entkommen dem Feuer. Sie konnten sich selbst retten. Alle bleiben unverletzt.
Von einem weiteren Schweizer Bewohner fehlt vorerst jede Spur. Die Polizei nimmt an, dass der Mann nicht zu Hause war. In seiner Wohnung wurde er nicht gefunden, und auch sein Auto stand nicht vor dem Haus. «Hinweise zeigen im Moment, dass nicht vom schlimmsten ausgegangen werden muss.»
Die Feuerwehren von Niederbüren und Gossau brauchten bis gegen 7.30 Uhr, um den Brand zu löschen. Das ältere Holzhaus ist total ausgebrannt. Der Schaden geht in die Hunderttausende von Franken. Rettungsdienste und Samariter betreuten die Hausbewohner. Da das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist, organisierte die Gemeinde Notunterkünfte.
Zur Brandursache machte die Polizei noch keine Angaben. Spezialisten der Kantonspolizei und das Untersuchungsamt Gossau nahmen Ermittlungen auf. (rrt/sda)
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