Verletzung der Rassismus-Strafnorm Strafanzeige gegen Neonazi-Konzert in Unterwasser

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus hat nach dem Rechtsrock-Konzert in Unterwasser SG vom vergangenen Samstag Strafanzeige gegen die Veranstalter und die Bands eingereicht.

Neonazi-Konzert in Unterwasser: Strafanzeige wegen Rassismus play
Ein von der Organisation Antifa auf Twitter gepostetes Foto der rechtsextremen Veranstaltung in Unterwasser.

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Jetzt gibt es die erste Anzeige gegen die Veranstalter und Bands der Neonazi-Party vom vergangenen Wochenende in Unterwasser SG. Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) will wegen Verstosses gegen die Anti-Rassismus-Strafnorm rechtlich vorgehen.

Reisebusse voller Rechtsradikaler fuhren am Samstag im beschaulichen Toggenburg auf: Laut Kennern der Szene handelte es sich um den grössten Neonazi-Event, der in der Schweiz je stattgefunden hat. Rund 5000 Personen feierten mit den rechtsextremen Bands «Amok», «Stahlgewitter», «Confident of Victory», «Excess» und «Frontalkraft» das «Rocktoberfest».

Die Gemeinde, die den Anlass bewilligt hatte, und die Polizei wurden vom Grossaufmarsch überrumpelt. Die St. Galler Kantonspolizei hatte zwar seit längerem Hinweise auf ein Rechtsrock-Konzert im Bodenseeraum, kannte aber den Ort der Veranstaltung nicht. Die Konzertbesucher wurden vom Treffpunkt Ulm kurzfristig nach Unterwasser weitergeleitet. (noo/bö/SDA)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 18.10.2016
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3 Kommentare
  • Christoph  Immoos aus Basel
    18.10.2016
    Die Antirassismus Norm ist ein jur. Rohrkrepierer und wird allzu oft dazu missbraucht, Andersdenkende mundtot zu machen. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass uns verfassungsmässig die Rede- und Meinungsfreiheit zusteht. Mir passt es auch nicht, wenn Rassistisches zelebriert wird aber hier ist niemand zu Schaden gekommen und diese Anzeige ist ein Missbrauch unserer Justiz. Sie wird im Sande verlaufen und Wichtigeres bleibt liegen. Natürlich zu Lasten des Steuerzahlers.
  • Marco  Hanhart aus Frauenfeld
    18.10.2016
    Vor dem Richter zählen die Fakten. Woher also will die GRA wissen, dass an diesem Konzert auch gegen die Antirassismus-Strafnorm verstossen wurde, waren sie selber dabei und haben Videomaterial als Beleg?
    Auch wenn allen klar sein dürfte, was da abgegangen ist, diese Anzeige wird im Sand verlaufen.
    Als liberaler Mensch habe ich eh Mühe mit der Antirassismus Strafnorm solange es bei der Meinungskundgebung bleibt. Der Grossteil wird intelligent und belesen genug sein ums besser zu wissen.
  • Othmar  Kamm aus Schafisheim
    18.10.2016
    Sind wir in der Schweiz wirklich soweit, dass jeder nur darüber nachdenkt, wie er den Andern in die Pfanne hauen kann mit einer Anzeige? Ich selbst habe nichts am Hut mit solchen Konzerten, aber solange doch niemandem ein Haar gekrümmt wird, verstehe ich den Aufstand nicht. Es war doch alles ganz friedlich und die Leute waren unter sich. Nimmt man die Linken, dann herrscht immer Chaos und Zerstörung bei einem Treffen. Leben und Leben lassen sollte es doch heissen!