Thurgauer Schule hat genug 100 Franken Busse für Elterntaxis

MÜNCHWILEN TG - Trotz Fahrverbot vor der Schule in Münchwilen, bringen viele Eltern ihre Kinder immer noch mit dem Auto zur Schule. Jetzt droht den Elterntaxis eine Busse von 100 Franken.

VERKEHRSSICHERHEIT, SCHULWEG, SCHULKIND, SCHULE, KIND, GEFAHR, STRASSENVERKEHR, SCHULANFANG, play
 Die Elterntaxis gefährden andere Schulkinder. (Symbolbild) PATRICK PLEUL

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Keine Personen verletzt Felsrutsch verschüttet Strassen in St. Gallen
2 Fahrer ass Snack Schweizer Paar prügelt in Deutschland um Parkplatz
3 Otto Willi (93) Wer hat diesen Mann gesehen?

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
79 shares
62 Kommentare
Fehler
Melden

Eine schmale Schranke vor dem Münchwiler Schulhaus sorgt für ein Verkehrschaos. Mittendrin sind 20 bis 25 Kindergärtler, die sich zwischen den Elterntaxis hindurchschlängeln müssen. 

Ein gefährliches Unterfangen wie der Schulpräsident Thomas Wyser erklärt: «Sie sind durch die umständlichen Wendemanöver der Autos sehr gefährdet.» Deshalb verhängte die Schulgemeinde vor zwei Jahren ein amtliches Fahrverbot.

Uneinsichtige Eltern

Das Verbotsschild zeigte aber keine Wirkung: Viele Elterntaxis fuhren weiterhin auf der Schulstrasse. Deshalb konfrontierten der Schulpräsident und der Schulleiter die fahrenden Eltern. «Vor gut einem Jahr waren wir jeden Mittag vor Ort und haben das Gespräch gesucht», erzählte Wyser der Thurgauer Zeitung.

Ihre zwei Hauptargumente: Die Autos gefährden alle Kinder, die zu Fuss unterwegs sind und die chauffierten Kinder können vom Schulweg nur profitieren. Denn unterwegs würden die soziale Kontakte gestärkt werden und durch die frische Luft steigere sich die Konzentrationsfähigkeit.

Einige Eltern liessen sich von den beiden umstimmen. Für alle, die ihre Kinder weiterhin zur Schule fahren, hat Wyser hingegen kein Verständnis: «Früher war es gar keine Diskussion, dass man zu Fuss zur Schule geht, unabhängig davon, wie weit entfernt man wohnte.»

Ab jetzt wird angezeigt

Die uneinsichtigen Elterntaxis wurden bisher ermahnt, doch nun ist der Schulleitung der Geduldsfaden gerissen. «Die Verbote müssen durchgesetzt werden, sonst hat sich das Erstellen des Fahrverbots nicht gelohnt», sagt Wyser. Alle Autolenker, die das Fahrverbot künftig missachten, werden bei der Polizei angezeigt und müssen mit einer Busse von Fr. 100.- rechnen, wie die Kapo Thurgau bestätigte. (ysi)

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 30.11.2016
teilen
teilen
79 shares
62 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

62 Kommentare
  • Max  Mettler 27.10.2016
    Ich verstehe die Eltern von heute nicht mehr! Anscheinend sind sie sich nicht bewusst, wieviel sie durch den Taxidienst ihren Kindern wegnehmen. Die Kinder haben da durch kaum mehr die Möglichkeit sich auszutauschen und ein soziales Netz zu bilden. Schade!!
    Es heisst immer wieder dass die heutige Jugend nur Probleme macht. Die Eltern sollten sich einmal darüber Gedanken machen.
  • Ernst  Streuli 27.10.2016
    Recht so!
    Es hat heute viel zu viel MIV überall.
    Wenn den Eltern an einer Begeitung so daran gelegen ist, warum denn nicht zu Fuss?
  • Monika  Weber 27.10.2016
    Das wäre auch ein guter Vorschlag fur die Gemeinde in Oberwil BL!!!
  • Ernesto  Lippuner aus Bischofszell
    27.10.2016
    Geredet wird sehr Viel, gemacht leider sehr wenig !!! Plakate werden aufgehängt oder geklebt aber das in einer Höhe von 2,5 Metern und das sieht kein Autofahrer. Im übrigen werden Kinder aus Siecherheits Gründen mit dem Auto zur Schule gefahren. Warum machen wir nicht einen, von Erwachsenen begleiteten Schulweg, es gibt genügend Rentnerinnen und Rentner die für einen solchen Einsatz genügend Zeit hätten. no en schöne Tag
  • Müller  Rolli aus AG
    27.10.2016
    Damals zu meiner Schulzeit. War der Schulweg spannender als jeder TV-Krimi. Sofern man damals schon ein TV-Gerät hatte. Da schaute man auf dem Schulweg dem Verkehr zu, den Bauarbeitern zu etc. Lernte so vielleicht den ersten Schatz, die erste Liebe Kennen. Man bildete sich so auf natürliche Weise ohne Hilfe der Lehrer weiter und lernte dabei noch etwas.
    • Susanne  Reich 27.10.2016
      Wir kamen an einer Wiese mit Tieren vorbei und liebten es sie zu streicheln und ihnen ihre Lieblingskräuter auf der anderen Seite zu pflücken. :) Heutzutage würde dies vermutlich verboten, da zu gefährlich. :(