Testbetrieb am Walensee war kein Erfolg Solar-Kraftwerk kommt nach Davos

Das Walenseeufer erhält wohl doch keine riesige Solaranlage. Die Betreiber einer Testanlage stellten fest, dass der See zu wenig Sonnenlicht reflektiert. Nun wollen die Elektrizitätswerke einen neuen Test in Davos GR durchführen.

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Sie hätte eine der grössten Solaranlagen der Schweiz werden sollen: Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) planten am stillgelegten Steinbruch Schnür in Quinten SG, eine Felswand über dem Walensee mit Solarpanels zu bestücken. Die Anlage hätte so gross werden sollen, dass man die Anlage vom gegenüberliegenden Seeufer gesehen hätte. Umweltschützer protestierten bereits gegen diese «Verschandelung».

Nun stellten die EKZ nach einem Testbetrieb fest, dass der Walensee die Sonnenstrahlen zu wenig stark auf die Panels reflektiert, schreibt die «Südostschweiz». Die Träger der Testanlage, die EKZ und die St.-Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke, entschieden deshalb, das Projekt nach Abschluss des Tests auf Eis zu legen.

Doch die Anlage soll an einer neuen Stelle gleich wieder aufgebaut werden: in Davos GR, beim Totalpsee im Parsenngebiet. Auch da soll überprüft werden, ob durch die Reflexion – hier durch den Schnee – die Effizienz der Solaranlagen gesteigert wird. 

Die Ortsgemeinde in Quinten ist über den Entscheid wenig erfreut. Solange er in Betrieb war, profitierte Quinten massiv von den Einnahmen. Mit der Solaranlage erhoffte man sich neue Einnahmequellen. Der Präsident der Ortsgemeinde, Alois Janser, sagt: «Ob die grösste Solaranlage der Schweiz in Quinten je realisiert werden kann, ist von der Energiestrategie des Bundes abhängig.» (pma)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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26 Kommentare
  • Holz  Michel 22.11.2016
    Ja ja der Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose. Schon klar. was wollt ihr dann? Kohlekraftwerke wie in Deutschland? Und wer es noch nich gemerkt hat, wir haben schon den 3. Weltkrieg am laufen! Jeder kann sich jetzt selber ausmalen was ich damit meine! Wenn es uns treffen würde, ist es egal von wo der Strom kommt.
  • Reinhold  Steinadler aus Rocky Castle
    22.11.2016
    Den Wirkungsgrad von Solaranlagen im Winter könnte man ja von verschiedenen bereits installierten Solaranlagen in Davos ableiten, man müsste dazu nicht noch eine weitere aufstellen. Ansonsten stimme ich dem Projekt voll zu, weil es keine Nachbarn belästigt und im Winter um 19.00 Uhr sowieso zu ist.
  • Urs  Hagen 22.11.2016
    Quinten könnte die Solaranlage selber realisieren in kleinerem Rahmen, zur Speicherung werden ja auch schon Systeme angeboten. So würden sie autark und könnten den Elektrizitätswerken die Leitung kappen.
  • Studer  Werner 22.11.2016
    Ohne Subventionen wäre die Solarenergie schon lange am Ende. Alles was nicht eigenständig rentiert, kann nur mit Bundeshilfe künstlich am Leben erhalten werden. Was aber nicht wirtschaftlich betrieben werden kann, wird über kurz oder lang abgeschaltet, da spielt der Umweltschutz nur eine Nebenrolle.
    • Urs  Hagen 22.11.2016
      Solaranlagen müssen einfach gebaut werden, bis man die gleichen Kosten investiert hat wie ein AKW kostet inkl. Abbruch und Entsorgung hat man viel Solaranlage gebaut. Subventionen ist ein gerne verwendetes Wort, da die AKWs mehrheitlich den Kantonen gehören frage ich mich wie die finanziert wurden. Ohne "Subventionen" wäre die ganze AKW Ära nie entstanden, sie oberschlauer Stammtischplauderi.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Sehr gut Herr Studer..... wer genau hat dann den Bau der AKWs bezahlt?
    • Otto  Hirsfeld 22.11.2016
      Aber dass die Kantone sich an KKWs eine goldenen Nase verdient haben und Sie als Steuerzahler davon profitiert haben blenden Sie ja gekonnt aus. Andere als Stammtischplauderer bezeichnen, aber selber mangelndes Wissen offenbaren. Grosses Kino. Und die Entsorgung und Wiederbeschaffung von millionen Solarpanels - wie man ja angeblich geplant hat - alle 15-20 Jahre kostet auch kein Geld stimmts? Sie sehen...
    • Rolf  Oehen aus Hünenberg See
      22.11.2016
      Herr Studer - Ihre Ansicht ist in etwa so peinlich wie falsch! Versuchen Sie mal eine Rechnung aufzustellen, was all die NAGRA-Löcher, die dereinstigen Nuklearabfall-Stollen im tiefsten Untergrund und ihre Kontrollen unsere Nachkommen kosten werden u. dies über x-tausende v. Jahren! Und, niemand weiss, ob diese Fässer nicht doch einmal bersten werden. Es ist höchste Zeit für ein klares JA zu zu neuen Energie-Ideen! Weniger kann manchmal mehr sein…
  • Franz  Fischer 22.11.2016
    Wenn die Grünen sagen, sie hätten genügend alternativen Strom um KKWs frühzeitig abzuschaffen, hatte sie wohl auch diese Anlage im Kopf... war wohl nichts. Also: KKWs erst abstellen wenn die Alternative wirklich so weit ist. Klares NEIN.
    • M  Müller aus Zürich
      22.11.2016
      Vielleicht stellen sich die AKWs bei einem Gau selber ab und dann braucht auch der verstrahlte Hr.Fischer kein Strom mehr. Wenn Sie in dieser Situation noch ein Eigenheim haben heisse ich Sie willkommen im Pleiteclub weil nichts versichert ist.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Herr Fischer und genau Ihr Gedanke ist der der uns nie weiterbringen wird! Jaja wir planen mal mit 2050 bis dann geschieht nichts... also plant man dann bis 2100 und so weiter
    • Dani  Rosso 22.11.2016
      @M.Müller... versteh ich das richtig.. Sie machen sich betreffend AKW Gau Sorgen um ihr nicht versichertes Eigenheim...?
    • Thomas  homberger 22.11.2016
      Herr müller und Weber, Ich weiss nicht auf welcher Welt ihr lebt aber ich lebe in einer Welt wo wir im Ausland sowieso AKWS haben und nicht nur das wenn wir nichts eigenes machen dan sind wir abhängig und somit nicht mächtig. Die Entscheidung heisst nicht ob wir verstrahlt werden sondern ob wir uns Leisten können in einem "Kriegsfall" ohne strom auszukommen. somit heisst es eher verstrahlung vs im krieg umkommen. Man muss im leben weiter denken.
    • Marco  Weber 22.11.2016
      Genau Herr Homberger.... wenn Sie sich bischen informieren, wüssten Sie das wir bereits heute in einem "Kriegsfall" massive Stromprobleme hätten aber auf keinen Fall OHNE Strom dastehen würden auch ohne AKWs nicht!! Abgesehen davon ist es doch sehr sehr unwahrscheinlich das ein Krieg wie Sie sich diesen vorstellen eintrifft aber das ist dann wieder was anderes!