
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Tarkan A.* (34). Ein in der Schweiz lebender Türke, Familienvater. Er soll zusammen mit einem Deutschen am 22. Dezember 2008 den Rentner Claude Eschmann (80) vor dessen Haus in Weesen SG beraubt und fast umgebracht haben (im BLICK).
Tarkan A. ist aus der U-Haft entlassen worden. Er bleibt aber ein Verdächtiger. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Raubs.
BLICK hat Tarkan A. zu Hause besucht. «Ich bin unschuldig», sagt er gleich zu Beginn. Mit dem Überfall habe er nichts zu tun. Und: «Ich habe ein Alibi.» Was für eines, verrät er nicht. «Ich will doch nicht meine Trümpfe ausspielen.»
Was die Polizei gegen ihn in der Hand hat, sagt er nicht. «Auf jeden Fall hat sie keine DNA-Spuren am Tatort gefunden.»
Und trotzdem sass er bis vor Kurzem im Knast. «Fünf Monate war ich da. Doch das ist mir egal. Sie hätten mich auch zwei Jahre einsperren können. Sobald ich freigesprochen werde, kriege ich Geld als Entschädigung», ist sich Tarkan A. sicher.
Der Türke gibt zu, seinen mutmasslichen Komplizen, einen türkischstämmigen Deutschen, zu kennen. «Ich habe ihn ungefähr fünf Mal gesehen. Ich grüsse ihn auf der Strasse. Wenn das bedeutet, dass ich ihn kenne, dann kenne ich ihn.»
Die beiden haben miteinander telefoniert. Ein Beweis der Polizei. «Ja, das stimmt.» Dann kennt er ihn doch besser? Tarkan A. schüttelt den Kopf.
Auch das Opfer kennt Tarkan A. «Vom Billardspielen», sagt der arbeitslose Maurer. Ausserdem habe Eschmann seiner Mutter mal eine Waschmaschine gekauft.
Rentner Eschmann wollte, dass das schockierende Polizeifoto von seinem blutig verletzten Kopf veröffentlicht wird: Damit alle Welt sieht, durch welche Hölle er ging.
*Name bekannt
play
So schlimm richteten zwei Räuber Claude Eschmann (80) in Weesen SG zu. (Kapo St.Gallen)