WASSERAUEN - AI - Per Handy ruft die 33-jährige Wandererin Mandy Reichert gestern Nachmittag um Hilfe: Sie sei verletzt. Die Suchaktion ist nach wie vor in vollem Gange.
play
Die 33-jährige Mandy Reichert rief per Handy um Hilfe. Eine Suchaktion blieb erfolglos.
(Kapo AI)Wo ist Mandy Reichert? Heute suchen erneut mehrere Suchteams der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) fieberhaft nach der vermissten Wandererin. Die Suchaktion ist in vollem Gang — bisher erfolglos.
Im Einsatz seien zwei Helikopter, sagt Roland Koster, Sprecher der Kapo Appenzell Innerhoden. Der eine suche auf Sicht und habe ortskundige Leute mit an Bord. Der andere sei mit einem IMSI-Catcher ausgerüstet, der ein temporäres Mobilfunknetz aufbauen kann.
Dadurch erhofft sich die Polizei, das Handy von Reichert endlich orten zu können. «Seit gestern Abend haben wir keinen Kontakt mehr zu ihr», sagt Koster zu Blick.ch. Die Verletzungen der Frau seien unklar, sie habe irgendetwas von «Blut», aber nichts konkretes gesagt.
Warum der Kontakt abgebrochen sei, könne man nicht sagen. Die Kapo habe zwar schon einige Male schnelle Handy-Ortungen gemacht. Doch: «In den Bergen kann man sich nicht auf ein funktionierendes Mobilfunknetz verlassen», sagt Koster.
Neben den Helikoptern sind über 30 Polizisten und Mitarbeiter der ARS im Einsatz. Ausserdem suchte ein Bluthund nach der Vermissten. Die Hoffnung, Mandy Reichert lebend zu finden, ist gross. Zum Glück herrschten frühlingshafte Temperaturen, sagt Koster.
Das schöne Wetter lockte die 33-Jährige gestern Vormittag in die Berge. In Wasserauen brach die erfahrene Berggängerin zu einer Wanderung in den Alpstein auf.
Kurz nach 16 Uhr der Notruf: Reichert meldete sich per Handy und bat um Hilfe. Sie sei irgendwo im Alpstein gestürzt und verletzt.
Laut Polizei konnte sie keine genauen Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen, auch welchen Weg Reichert wählte, ist nicht bekannt. Die technische Ortung des Handy blieb erfolglos. Die Angehörigen der deutschen Staatsangehörigen wurden informiert.
Die Rega und ortskundige Bergretter suchten das Gelände im Alpstein bis spät in die Nacht hinein ab. Auch Suchhunde kamen zum Einsatz. Der starke Föhn behinderte die Suchflüge und die Witterungsaufnahme der Hunde allerdings stark. (SDA/kko)