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Anfangs Woche wurde bekannt: Im christlichen Schulheim Wiesen in Herisau kam es zu einer Reihe sexueller Übergriffe unter Kindern. Obwohl er zunächst alles abstritt, gab der Stiftungsrat von «Gott hilft» dann doch zu: Seit 2003 gab es insgesamt «eine Handvoll Vorfälle». Nicht nur im Heim Wiesen, sondern auch im Schulheim Zizers.
Jetzt ist die Stiftung noch einen Schritt weiter gegangen und hat eine telefonische Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet. Unter der Telefonnummer 081 252 18 80 können Vorfälle in pädagogischen Institutionen der Stiftung «Gott hilft» anonym gemeldet werden.
Wie schlimm es in den Heimen wirklich zu und her ging, wird sich zeigen: Denn das Angebot richtet sich an alle, die in den Heimen der Stiftung lebten – und zwar seit der Eröffnung des ersten Heimes in Felsberg 1916. Eine Gruppe bestehend aus Stiftungsratpräsident, Stiftungsleiter und externen Fachpersonen sammelt und wertet die anonymen Meldungen aus. Im Juni wolle man dann über die Ergebnisse und die zu treffenden Massnahmen informieren.
«Die Stiftungsleitung zeigt sich betroffen und entschuldigt sich für jeden Vorfall in ihren pädagogischen Institutionen», teilt «Gott hilft» heute mit. (gux)
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Das Schulheim Wiesen (Screenshot schulheimwiesen.ch)