St. Gallen will die Sarganser Fussballerin ausschaffen Marijas (17) Rettung kommt aus Liechtenstein

BALZERS (FL) - Das Migrationsamt des Kantons St. Gallen will Marija Milunovic von Sargans ausschaffen. Sie möchte aber bei ihrer Mutter bleiben. Vorläufig kann sie jetzt im nahen Liechtenstein leben.

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Am liebsten hätte sie das Migrationsamt des Kanton St. Gallen bereits nach Serbien ausgeschafft. Die 17-jährige Fussballerin Marija Milunovic aus Sargans SG weigerte sich aber, auzureisen. Seit dem 22. Juni 2014 lebt sie bei ihrer Mutter in der Schweiz. Alle Rekurse gegen die Ausschaffung haben aber nichts gebracht (BLICK berichtete).

Jetzt kommt Hoffnung aus dem Nachbarländle. Eine Familie aus Liechtenstein hat sich über Facebook gemeldet und bietet ihre Hilfe an. «Sie will Marija als Au-pair einstellen», erzählt ihr ehemaliger Fussballtrainer Armin Kekic (32).

«Wir haben sie gestern in Balzers besucht. Die Familie und Marija kommen super zusammen aus. Wir müssen jetzt nur noch den Papierkram erledigen. Das dauert drei bis vier Wochen.»

Die Au-pair-Lösung gilt zwar nur für ein Jahr. Aber: «So kann Marija in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und wir erreichen vielleicht doch noch auf einem anderen Weg, dass Marija wieder in die Schweiz kann», sagt Kekic.

Pensionierter Jurist setzt sich für Marija ein

Unterstützung erhält die Fussballerin des FC Balzers von einem pensionierten Juristen. Er ist auf die Rechte von Asyl suchenden Kindern spezialisiert und unterstützt Marija dabei, ein passendes neues Gesuch einzureichen.

«Das Migrationsamt hat zwei krasse, nicht tolerierbare Fehler gemacht», sagt er BLICK. «Gemäss der Uno Kinderrechts-Kommission müssen die Kinder auch befragt werden. Das Migrationsamt hat immer nur mit der Mutter gesprochen. Und hat nicht überprüft, ob übergesetzliche Gründe vorliegen, die ein Wegweisungshindernis bedeuten könnten.»

Der Anwalt ist zuversichtlich, dass sich im Fall Marija eine Wende abzeichnen könnte. «Ich gehe davon aus, dass der Kanton das Verfahren wiederholen muss. Denn er hat die Kinderrechtskonvention nicht beachtet.»

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017
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12 Kommentare
  • Meyer  Hans 15.12.2016
    Und vor einige Tage befiehlt das Bundesgericht, dass ein verurteilter Jihadist aus der Ausschaffungshaft freigelassen wird. Gemäss TA arbeitet er zu 100 Prozent und bekommt noch Sozialhilfe für sich und seiner Familie!
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    15.12.2016
    Serbien kommt ja sowieso in den Schengen rein, dann spielts gar keinen Tango mehr. Heute sträubt man sich und zählt die Erbsen während morgen schon die Schleusen geöffnet werden und es strudelt nur noch so rein. Der Tag kommt und wir können froh sein in Serbien aufgenommen zu werden.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    14.12.2016
    Formfehler ? Wenn ja, sollte sich der Kanton SG wohl mal überlegen, dass er als Dienstleister am Volk, alle Rechtsnormen einzuhalten hat !
  • Tim  Berttho , via Facebook 14.12.2016
    Ich denke es ist verständlich das sie ausgeschaft wird.
    Man sollte nicht vergessen das sie illegal eingewandert ist.
  • Hanspeter  Niederer 14.12.2016
    Aber ein verurteilter Jihadist in Baden kann nach Verbüssung der Strafe hier bleiben und erhält Sozialhilfe. Das Justiz-System ist definitiv durchgeknallt.
    • Ludwig  Chrösius aus Ort
      15.12.2016
      Sie können die eine Straftat nicht mit einer anderen rechtfertigen.