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In einer Wohnung im Zentrum der Stadt St. Gallen machte der Hausbesitzer vor zwei Wochen einen schrecklichen Fund: Im Gefrierfach eines Kühlschranks lag die Leiche eines neugeborenen Mädchens.
Gleich nach der Geburt gestorben
Die Kantonspolizei vermochte in der Zwischenzeit die Mutter des Indes zu ermitteln. Gegen die Frau wurde von der St. Galler Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Laut Mediensprecher Hans Eggenberger wohnt und arbeitet die Frau inzwischen in einem anderen Kanton.
Aufgrund einer gerichtsmedizinischen Untersuchung dürfte das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt gestorben sein.
Hausbesitzer fand Leiche beim Räumen
Auf die Babyleiche aufmerksam geworden war der Hausbesitzer. Er wollte die Wohnung räumen, weil diese seit geraumer Zeit nicht mehr von der Frau bewohnt worden war.
«Spezielle Umstände bei der Geburt
Die Mutter des toten Säuglings befindet sich laut Hansjakob auf freiem Fuss. Sie wird ambulant psychologisch betreut. «Falls es tatsächlich eine Kindstötung war, handelte es sich viel mehr um eine tragische als um eine verbrecherische», sagte der erste St. Galler Staatsanwalt.
Die Mutter habe schon vor der Geburt des Kindes grosse Probleme gehabt und auch die Umstände der Geburt seien «speziell gewesen».
Die Polizei hat den Fund des toten Bébés vor zwei Wochen bewusst nicht sofort mitgeteilt. Der Schutz der Persönlichkeit und der Privatsphäre der Mutter hätten den Vorrang gehabt. Zudem habe es am öffentlichen Interesse gefehlt, das in der Strafprozessordnung als eine Voraussetzung für eine Bekanntmachung festgeschrieben sei.
(SDA/bih)