Mugabe beleidigt? Schweizer Rentner verhaftet auf Afrika-Tour

  • Publiziert: 12.09.2012, Aktualisiert: 13.09.2012
  • Von Marlene Kovacs und Adrian Schulthess
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Weltenbummler Thomas Fischer (66) aus Altnau TG.

Seine Ungeduld an der Grenze zu Simbabwe wurde Thomas Fischer (66) aus dem Thurgauischen zum Verhängnis.

Er reiste schon um die ganze Welt. Jetzt sitzt Thomas Fischer (66) aus Altnau TG in Kariba (Simbabwe) fest.

Seit Anfang August ist der pensionierte Wir tschaftsprüfer mit seiner Frau Marion (54) im Wohnmobil in Afrika unterwegs. Am Samstag wollen sie von Sambia nach Simbabwe einreisen. Laut der Zeitung «Zim Daily» soll Fischer dabei den umstrittenen Staatspräsidenten Robert Mugabe (88) beleidigt haben. «Mugabe ist Scheis­se. Er und seine Leute wissen, wie man Leute verarscht», soll der Schweizer Tourist laut Polizeiangaben gesagt haben.

Fischer wird verhaftet. Der Schweizer erklärt: «Wir mussten an der Grenze warten. Die Beamten taten gar nichts, schauten miteinander fern. Nach zwei Stunden wurde mir das zu blöd. Ich habe ausgerufen, gegen die Beamten gewettert. Aber natürlich nicht gegen Mugabe selber. Dass man das nicht darf, weiss ich auch.»

Es gehe ihm gut, sagt Fischer gestern am Telefon. «Man hat mir den Pass abgenommen. Ich weiss nicht, wie es weitergeht. Immer wieder gibt es irgendwelche Termine, zu denen ich erscheinen muss. Die Ungewissheit macht meiner Frau sehr zu schaffen.»

Auf Präsidenten-Beleidigung steht in Simbabwe bis zu einem Jahr Gefängnis.

Beliebteste Kommentare

  • Werner  Lüthi , Basel
    Bei zwanzig Dollar Trinkgeld wären die Beamten sicher schnell zur Stelle gewesen . Man muss die Räder schmieren damit sie Rollen.
  • Rea  Marc
    Na ja, wer in Afrika geht, muss einige Risiken în Kauf nehmen ! Aber Grenzwächter beleidigen ist nicht sehr geschickt.

Alle Kommentare (20)

  • Andreas  Keller , Harare
    Seit einem Jahr lebe und arbeite ich in Simbabwe und habe noch keinen Cent Schmiergeld bezahlt.
    Bestaetigen kann ich allerdings, dass hier die Muehlen etwas langsamer mahlen und oft Geduld angesagt ist. Ich machte bislang die Erfahrung, dass manches schneller geht, wenn man seinem Gegenueber das Gefuehl vermittelt, dass man selbst mehr Zeit hat als er/sie. Ausraster bewirken allerdings nirgends auf dieser Welt einen Fortschritt.
    Insgesamt ist Simbabwe aber ein wunderschoenes Land mit sehr freundlichen und friedliebenden Menschen.
    Sollte die Reise Herrn Fischer nach Harare fuehren, so lade ich ihn und seine Frau auf ein Abendessen ein.
    • 13.09.2012
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  • Sepp  Rimensberger
    Da sieht man wieder einmal wie es in anderen Länder gehandhabt wird.Sagt man etwas was ihnen nicht gefällt wird man sofort Verhaftet die machen kurzen Prozess.Bei uns können sie treiben und über uns lästern und sie werden noch mit Seidenhandschuhe angegagen und erst noch als arme Flüchtlinge aufgenommen.
    • 13.09.2012
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  • Dominik  Kohler , Unterkulm
    War schon oft in Afrika, sicher 20 mal. 2 Stunden an einem Grenzübertritt zu warten, Peanuts! Solche Leute würden besser in Europa reisen. Aber typisch "schweizer-Oberlehrer-Mentalität", die sollen gefälligst alles so machen wie bei uns in der Schweiz. Sorry selber schuld!
    • 13.09.2012
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  • Peter  Bandi , Palma De Mallorca , via Facebook
    Die Schweiz ist für die ein reiches Land. Die finden immer einen Grund jemanden zu verhaften. Wenn die angebotene Summe gross genug ist und dann bezahlt, ist Fischer wieder frei. Wenn Mugabe schon korrupt ist, sollen dann seine Beamten, Zöllner, Polizisten, etc.
    besser sein.
    • 13.09.2012
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    • Andreas  Keller , Harare
      Vorsicht mit Korruption, der Schuss kann auch nach hinten losgehen, gerade an der Grenze! Hoeflichkeit und Geduld hilft aber meistens weiter. Warten ist eine Tugend, die ich in Afrika auch erst lernen musste und Ausraster fuehren mit Sicherheit nie zum Ziel, das ist aber in der Schweiz sicherlich auch nicht anders!
      • 13.09.2012
      • als Kommentar auf Peter  Bandi , Palma De Mallorca
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  • jürg  frey , teufen
    Warum wird er nicht einfach ausgewiesen? Ist da irgendwo viel Stutz zu machen? Die Amnasty wird sicher nicht intervenieren.
    • 13.09.2012
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