Rohrverstopfung im Säntispark Plausch auf der «Wirbelwind» endet mit Nasenbruch

ABTWIL SG - Drei Freunde wollen im Freizeitbad Säntispark einen spassigen Tag verbringen – und kehren mit Gehirnerschütterung und Nasenbruch zurück.

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Schmerzen statt Spass auf der Wasserrutsche im St. Galler Säntispark: Ein Stau auf der Rutschbahn Wirbelwind führt zu mehreren Verletzten. 

Säntispark in St. Gallen: Neue Rutsche «Wirbelwind» sorgt für Aufsehen play
Leserreporter Amun M. verletzte sich auf der Rutsche. zvg

Amun M.* wagte sich mit seinem Cousin und einem Kollegen am Sonntagabend auf die Rutschbahn Wirbelwind. «Zwei Personen vor uns gingen mit Gummiringen die Rutschbahn runter», sagt der junge St. Galler. Er folgt, darauf sein Cousin. Mitten auf der Bahn wird dem Spass ein abruptes Ende gesetzt: Die Ringe hängen in der Bahn fest – so auch M.

Vier Personen krachen ineinander

«Mein Cousin knallte in meinen Rücken, und wir beide blieben stecken», sagt der junge Mann. Er kann sich jedoch befreien und informiert die Aufsicht. «Diese nahm die Situation sehr gelassen und wollte nichts unternehmen.» 

Unterdessen spitzt sich die Situation in der Rutsche zu: «Das Wasser stieg, immer mehr Leute rutschten runter, weil sie nichts vom Stau wussten.» Innerhalb kurzer Zeit krachen vier Personen mit voller Wucht ineinander und hängen in der Rutsche fest.

Angst kommt auf, erst nach mehreren Schreckensminuten gelingt die Auflösung der Menschen-Karambolage. Die traurige Bilanz: «Mein Kollege brach sich seine Nase, mein Cousin hat sich den Rücken geprellt.» Ein Mädchen verletzte sich am Fuss. Auch M. wurde verletzt: «Meine Mutter arbeitet im Pflegebereich und stellte bei mir eine Gehirnerschütterung fest.» 

Ringe sind auf der Bahn verboten

Andreas Bühler, Leiter Kommunikation der Migros Ostschweiz, bestätigt den Unfall. 

Säntispark in St. Gallen: Neue Rutsche «Wirbelwind» sorgt für Aufsehen play
Im Säntispark wurden im November neue, spektakuläre Rutschen eröffnet. zvg

«Der Unfall wurde durch ein Fehlverhalten von anderen Badegästen verursacht», sagt der Sprecher. Denn bei der Rutsche seien Reifen nicht zugelassen. 

Ein grundsätzliches Sicherheitsproblem oder Versagen des Personals sieht Bühler jedoch nicht: «Die Rutschen sind gut beschildert, mit einem Drehkreuz versehen, und ein Bademeister ist immer vor Ort – der Unfall geschah in einem Moment, als dieser nicht grad hinschaute.» 

Bademeister hat nicht korrekt gehandelt

Unterdessen wurde das Videomaterial ausgewertet. «Wir bedauern diesen Vorfall sehr, insbesondere weil dadurch unschuldige Personen zu Schaden gekommen sind», schreibt Natalie Brägger, Projektleiterin Kommunikation, Migros Ostschweiz in einer Medienmitteilung. Der im Überwachungsraum tätige Bademeister sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Überwachungsraum gewesen, weil er andere Gäste ermahnen musste. «Dass unser Bademeister den Kontrollraum verlassen hat, war nicht korrekt.» Auch der Bademeister sei mit anderen Gästen beschäftigt gewesen. So habe niemand gesehen, wie die Ringe in die Rutsche gelangten.

Die spektakuläre Wasserrutsche wurde erst im November zusammen mit sieben weiteren Bahnen eröffnet – und sie sollen «das Adrenalin in den Adern ordentlich zum Pulsieren bringen», wirbt der Säntispark. Bei den Action-Rutschen wie dem Wirbelwind wird ein Mindestalter vorausgesetzt. Laut Bühler komme es hin und wieder zu kleineren Zwischenfällen, aber bislang zu keinem schweren Unfall. (kra)

* Name der Red. bekannt

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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10 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    10.01.2017
    Meine Mutter arbeitet im Pfelegebereich und stellte ein Gehirnerschütterung fest. Ja, als was arbeitet sie denn im Pflegebereich? Als Reinigungskraft oder als Aerztin oder als Köchin oder...? Am besten ein CT machen lassen, dann sieht man eine Schwellung, Blutung, Absplitterung etc.
  • Tamara  Schiess , via Facebook 10.01.2017
    Ich kann dazu nur sagen, dass es definitiv zu wenig Bademeister,Aufsicht hat.Wir waren dort und ich hatte auch einen Unfall.Es hat mich bei der Rutsche(nur mit Ring zu fahren) in der letzten Kurve raus geschleudert direkt an die Wand. Resultat:Notfall,ich habe die Rippen geprellt, eine Platzwunde am Auge und den Zehen verletzt.
    Kann leider alles mal passieren aber die versorgung vor Ort war mehr als schlecht.
    Ich bin aus der Rutsche gekrochen hatte höllische Schmerzen und niemand war da.
  • Manuela  Truniger 10.01.2017
    Ich war mit meinen Kindern selber schon dort und es ist wirklich alles gut beschildert. Leider hatte es aber sehr viele Jugendliche die nicht wussten wie blöd sie tun müssen. Einige von ihnen kannten nicht mal das Signal rot! Die Aufsichtspersonen, ja es waren mehrere, mussten immer wieder verwarnen. Das Versagen liegt bei den Jugendlichen selber und deren Aufsichtspersonen, sprich Eltern!
    Am Besten: statt verwarnen, gleich raus stellen.
  • Thomas  Maeder 10.01.2017
    Wenn eine leichte Falschbenutzung, wie sie unter Jugendlichen immer wieder vorkommen kann, dazu führt, dass es mehrere zum Teil schwer Verletzte unter nachfolgenden Badegästen gibt, so muss die Anlage permanent überwacht oder so entschärft werden, dass es nicht mehr zu Verstopfungen kommt. Mit dem blossen Aufstellen von Schildern kann sich der Betreiber nicht aus der Verantwortung stehlen, das hat das Bundesgericht in ähnlichen Fällen schon geurteilt.
  • Peter  Wittwer aus Wil
    10.01.2017
    ...Hauptsache man ist in den Medien ;) - zum Glück passiert uns schreibenden NIE ein Fehler!