Roger S. schoss ihm in Rehetobel mitten ins Herz Appenzeller Polizist (29) ausser Lebensgefahr

REHETOBEL AR/HERISAU AR - Nachdem ihm Waffen-Narr Roger S. (†33) ins Herz geschossen hatte, musste der junge Appenzeller Polizist (29) notoperiert werden. Über eine Woche lang kämpfte er um sein Leben. Jetzt ist er ausser Lebensgefahr.

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Der 29-Jährige Polizist, der am 3. Januar beim Einsatz in Rehetobel AR ein Herzsteckschuss erlitten hatte und sich nach einer OP in kritischem Zustand befand, ist ausser Lebensgefahr. Das teilte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden heute mit. Sein Gesundheitszustand habe sich «verbessert» und dürfe gemäss den Ärzten als «stabil» bezeichnet werden.

Der ebenfalls verletzte 37-jährige Polizist, der eine schwere Beinverletzung erlitten hatte, sei ebenfalls auf dem Weg der Besserung.

Waffen-Narr Roger S.* (†33) hatte vor über einer Woche bei einer Razzia in seinem Wohnhaus mehrmals auf den jungen Beamten und dessen Kollegen gefeuert.

Der 29-Jährige und sein acht Jahre älterer Einsatz-Kollege zogen sich dabei schwere Verletzungen zu, mussten ins Spital gebracht und notoperiert werden. «Dank der sehr guten Arbeit der Ärzte konnte das Leben der beiden Polizisten gerettet werden», so die Polizei.

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017

Als 19-Jähriger bedrohte Roger S. die Familie seiner Ex

Die Schiesserei von Rehetobel AR hatte einen blutigen Vorboten: An Ostern 2003 ging Roger S. (33) mit einer Schrotflinte auf zwei Männer los. Im Sommer 2002 hatte er ein damals 14-jähriges Mädchen kennengelernt und ging mit ihr eine sexuelle Beziehung ein. Als das Mädchen sich trennen wollte, brannten Roger S. die Sicherungen durch.

Er bedrohte die Familie der Ex und deren neuen Freund, ehe es in der Nacht auf Ostermontag zu einer Eskalation kam. S. lauerte zwei «Beschützern» seiner Ex auf - die beiden waren Brüdern - und schoss mit einer Schrotflinte auf die Männer. Ein zufällig vorbeifahrender Velofahrer wurde ebenfalls Opfer der Schiesserei. Resultat: drei Verletzte.

Bis 2009 sass er seine Strafe im Massnahmenzentrum Arxhof in Basel ab – 2012 endete die Probezeit, und Roger S. war ein freier Mann.

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5 Kommentare
  • Thomas  Kuhndt 13.01.2017
    Der Polizist kann noch von Glück reden, dass er vom Täter und nicht der Täter von ihm angeschossen wurde. Die Suspendierung und der soziale Tiefsturz wären ihm gewiss gewesen und der Täter käme wg guter Führung nach fünf Jahren frei und in ein Resozialisierungsprogramm. Da lobe ich mir die italienische Gerichtsbarkeit bezüglich des Berlin-Attentäters.
  • Ludwig  Chrösius aus Ort
    12.01.2017
    Schön. endlich mal eine gute Nachricht. Alles Gute au dem Weg der Genesung.
  • Roman  Bachmair aus Naters
    12.01.2017
    Schön, gute Nachrichten lesen zu dürfen, an dieser Stelle die besten Wünsche zur Genesung.

    Tragisch ist die Tatsache, dass man den Polizisten bei ihren gefährlichen Einsätzen von der politischer Seite her Steine in den Weg legt, wie man beim Einsatz in Malters bestens erfahren durfte.

    Die Politik sollte dazu angehalten werden, unseren Polizisten bedingungslose Unterstützung zu garantieren. Besonders bei Einsätzen gegen Drogenkriminelle, wo meistens Waffen zum Einsatz kommen.
  • Tinu  Rösch 12.01.2017
    Jetzt muss sich der Polizist wohl noch rechtfertigen warum er angeschossen wurde. Wünsche ihm vollständige und rasche Genesung.
  • Clélia  Morand aus Vernayaz
    12.01.2017
    Super,super wünsche ihm weiterhin alles Gute zu seiner Genesung wie seinem Kollege auch. Alle Schweizer sollten die Polizisten respektieren, sie nehmen alle Gefahren auf sich um das Volk zu beschützen.Bedanke mich für alle diese Frauen und Männer die einen gefährlichen Beruf ausüben.