FRAUENFELD - Das kurze aber aussergewöhnlich heftige Unwetter von gestern Nachmittag in Frauenfeld hat ein Todesopfer gefordert. Eine 24-jährige Frau erlag ihren Verletzungen nach dem Einsturz eines Zelts auf dem Openair-Gelände.
Beim gestrigen heftigen Gewitter in Frauenfeld suchten auf dem Openair-Gelände mehrere Menschen Schutz unter einem Zelt. Dieses brach jedoch zusammen, ein 21-jähriger Mann und eine 24-jährige Frau, beide aus dem Kanton Thurgau, wurden dabei schwer verletzt. Wie die Kantonspolizei Thurgau gegenüber «Radio Top» bestätigt, ist die Frau heute Nacht ihren schweren Verletzungen erlegen.
Das Openair Frauenfeld zeigt sich betroffen vom Unglück. Gegenüber Blick.ch teilt Mediensprecher Joachim Bodmer mit: «Wir vom Openair sind zutiefst über den Tod einer Helferin aus unseren Reihen betroffen.» Der Verwaltungsratspräsident habe sich sofort nach dem Unglück ins Spital begeben, um den Betroffenen und deren Familien so gut wie möglich beizustehen. Bodmer: «Wir drücken den Angehörigen unser tiefst empfundenes Beileid aus - unsere Gedanken sind bei der Familie. Wir wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden.»
Das Unwetter
Um 15.50 Uhr beginnt gestern das heftige Unwetter. Leserreporter Nikola Filipovic (21) erzählt: «Erst gab es ein bisschen Regen mit Blitz und Donner, aber plötzlich mischte sich Hagel darunter und es kam sintflutartig vom Himmel.»
Der Hagel verstopft die Abflüsse, auf den Strassen entstehen Sturzbäche. «Das hat etwa 20 Minuten gedauert, man hat die Hand vor den Augen nicht gesehen», sagt Filipovic. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. «Wir haben innert 50 Minuten 50 Meldungen erhalten», sagt der Sprecher der Kantonspolizei.
Herumfliegende Zelt-Teile auf Openair-Gelände
Durch das Gewitter wurden in Frauenfeld zahlreiche Keller und Garagen unter Wasser gesetzt sowie Strassenunterführungen überflutet. In den Unterführungen blieben verschiedene Fahrzeug stecken. Mehrere Bäume hielten den Sturmwinden nicht stand, wurden entwurzelt und stürzten teilweise auf Autos. Der Sachschaden könne noch nicht beziffert werden, schreibt die Kantonspolizei Thurgau. (num)
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