Notfall-Empfangsstelle in Kreuzlingen 14 Container für Flüchtlinge am Autobahnzoll

KREUZLINGEN TG - Das Staatssekretariat für Migration plant in Kreuzlingen TG eine Anlaufstelle für Flüchtlinge. Diese soll nur im Notfall benutzt werden.

In Kreuzlingen soll eine Not-Anlaufstelle für Flüchtlinge entstehen. play
In Kreuzlingen soll eine Not-Anlaufstelle für Flüchtlinge entstehen. Keystone

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Im Rahmen der im April beschlossenen Notfallplanung Asyl bereitet sich das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf einen Flüchtlingsansturm vor. Beim Autobahnzoll Kreuzlingen TG soll eine provisorische Containeranlage als Anlaufstelle für Asylsuchende entstehen, berichtet die «Thurgauer Zeitung». Dazu bietet die anliegende Gemeinde Steckborn ein provisorisches Aufnahmezentrum, das rund 300 Asylbewerbern kurzfristig Platz bietet.

Eine solche Erstaufnahmestelle gibt es bereits in Schaffhausen, eine weitere wird in Chiasso TI gebaut. «Ob es weitere Anlaufstellen gibt, wird noch evaluiert. Vergangenen Herbst war eine Anlaufstelle in Buchs (SG) vorübergehend in Betrieb.»

Einsatz nur im Notfall

In Kreuzlingen sollen zu den bisherigen Gebäuden der Zollverwaltung 14 Container entstehen. Im Areal mit Büros, Sanitäranlagen und Warteräumen sollen am Tag über 150 Fälle von Asylsuchenden bearbeitet werden. Reichlin sagt: «Die Anlaufstellen kommen nur zum Einsatz, wenn die  regulären Infrastrukturen nicht mehr greifen. In Schaffhausen ist  eine Anlaufstelle aktuell  auf Standby. Eine weitere soll im Tessin entstehen.»

Baugesuch eingereicht

Das Baugesuch für Kreuzlingen liegt seit Dienstag vor. Sollte keine Einsprache erhoben werden, steht dem Containercenter nichts mehr im Weg. 

Über 900’000 Migranten gelangten letztes Jahr über die Balkanroute nach Europa. Die Migrationslage ist schwierig einzuschätzen. Die Zahl der Asylgesuche kann schnell steigen, und das SEM will darauf vorbereitet sein. (fss)

Publiziert am 22.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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  • fritz  friedli 22.11.2016
    Herr Thomas Zürcher wir werden in den nächsten Jahren noch näher zusammen rücken. Ein Erfolg der vernetzten Welt! Es gibt viel zu tun um dieses grosse Problem zu lösen. Politikwissenschaftler Winfried Veit warnte im November 2015 vor einem „Jahrzehnt der Massenmigration“. Es spiele dabei eine untergeordnete Rolle, ob die Menschen aus Diktaturen oder formalen Demokratien kämen. Denn: „Die meisten Migranten sind keine politischen Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsflüchtlinge“, so Veit.


  • Heinz  Both , via Facebook 22.11.2016
    Container, oh ich höre jetzt schon das Aufschreien der SP, CVP und co. Die Würde und man kann doch nicht..., ja man kann!! Die CH ist kein Wohlfahrtsstaat für Flüchtling, da sind solche Container doch schon Luxus pur, aber nein, es müssen Hotel und co. sein!! Viele CHer leben ärmer als die, also zuerst für die eigenen schauen, dann für die!!
  • Boris  Kerzenmacher 22.11.2016
    Inzwischen getraut sich kein einziger Entscheidungsträger mehr, an der Zuwanderung aus Afrika und Nahost zu rütteln. Offenbar wartet man auf einen ernsthaften Vorfall, um damit zu rechtfertigen, nun doch etwas dagegen zu unternehmen.
    Allerdings ist dann aber eher mit dem Gegenteil zu rechnen. Man wird sich schützend vor die Zuwanderung aus Afrika und Nahost stellen und von den Bürgern die volle Zustimmung einfordern.
    Für die Hintermänner verläuft das "Unternehmen Europa" weiterhin wie geplant.
  • Thomas  Zürcher 22.11.2016
    In unserem Digitalen Zeitalter mit Internet und Handys wissen die meisten Flüchtlinge tausende Kilometer von Europa entfernt über unseren Wohlstand und unsere Lebensweise bescheid.Der Höhepunkt der Flüchtlingswelle steht uns erst noch bevor.Mio.werden sich in den nächsten Jahren auf dem Weg nach Europa machen in der Hoffnung auf ein besseres Leben.So lange der Schutz der Aussengrenzen nicht funktioniert wird sie niemand aufhalten können.
    • Ivo  Steinmann aus Zürich
      23.11.2016
      Nein, die wenigsten wissen tatsächlich Bescheid. Die meisten meinen, hier würden alle gratis Geld erhalten ohne zu arbeiten. Wenn sie dann aber 8-9h pro Tag arbeiten müssen, geben sie schnell auf und lehnen sich in der Sozialhilfe zurück.