Neues Material für Spezialeinheit «Säntis» Ausserrhoden wappnet sich gegen Terror-Anschläge

APPENZELL AUSSERRHODEN - Die Spezialeinheit «Säntis» der Kapo Appenzell Ausserrhoden bekommt neues Material gegen den Terror. Man will sich auf den «schlimmstmöglichen Fall» vorbereiten.

Eliteeinheit BFE+ der Bundespolizei Um die Reaktions und Durchhaltefähigkeit der Bundespolizei im F play
Die Kantonspolizei von Appenzell Ausserrhoden soll neues Material gegen die Terrorbekämpfung erhalten (Symbolbild). imago stock&people

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Die Interventionseinheit «Säntis» der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden soll moderneres Einsatzmaterial und den neuen Materialbus «Terrorabwehr» erhalten. Der Kantonsrat bewilligte am Montag einstimmig einen entsprechenden Nachtragskredit von 338'000 Franken.

Die Aufrüstung der Ausserrhoder Spezialeinheit drängte sich auf, weil die St. Galler Kantons- und Stadtpolizei – mit denen die Ausserrhoder eng zusammenarbeiten – entsprechende Mittel bereits erhalten haben.

Was St. Gallen hat, will auch Ausserrhoden

Justizdirektor Paul Signer betonte an der Debatte im Kantonsrat, dass auch die Ausserrhoder Einheiten im Sinne der «Interoperabilität» über identisches Einsatzmaterial verfügen sollten, wie ihre St. Galler Kollegen.

Um was für Material es sich im Detail handelt, wollte er aus operationstaktischen Gründen nicht sagen, betonte aber, dass «Waffen» der kleinste Posten seien. Vor allem werde etwa in Sichtgeräte oder passives Schutzmaterial investiert.

Für Appenzell Ausserrhoden bestehe keine akute Terrorgefahr, sagte Signer. Doch die Anschläge in Paris vom vergangenen Herbst hätten das Thema virulent erscheinen lassen. Alle Terroranschläge könnten theoretisch Folgeeinsätze in einem Kanton auslösen. Die Kantonspolizei müsse sich auf den schlimmstmöglichen Fall vorbereiten, auch wenn nicht mit dessen Eintreten gerechnet werden müsse.

Material hätte schon früher da sein müssen

Kantonsrat Peter Gut kritisierte das zeitliche Vorgehen der Behörden bei diesem ansonsten völlig unbestrittenen Geschäft. Die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre hätten gezeigt, dass Terrorismus insgesamt ein Thema sei. Daher sei es bedenklich, wenn jetzt mit einem Nachtragskredit und nicht über das ordentliche Budget bereits früher neues Material angeschafft werde.

Immerhin lobte Gut die Regierung dafür, das Geschäft überhaupt ins Parlament gebracht zu haben, was das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und Parlament widerspiegle. (SDA/lz)

Publiziert am 21.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
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16 Kommentare
  • Marco  Weber 22.03.2016
    Immer wieder schön wie man sehen kann das man es den Schweizern nicht recht machen kann :)! Terroristen will man bekämpfen und sich vor Ihnen schützen, wenn dann aber dafür etwas gemacht wurde ists auch wieder nicht recht! Schon fast bedenklich was die "Schweizer" immer und überall motzen können
  • hanspeter  kobelt 22.03.2016
    Kennt man die Witze ueber die kleinen Appenzeller? Wenn ja weiss man, dass die Uniformen und das Equipment Spezialanfertigungen sein muessen, damit es passt.....lol
  • Mirsad  Durmishi , via Facebook 22.03.2016
    350000 für etwas dass es nie brauchen wird.... supi die waffenkonzeren reiben sich ihre gierigen hände und der steuerzahler dem seit jahren von bösen moslems oder sonstigen terroristen gegaukelt wird macht schön artig mit.... überlege sich doch bitte jeder für sich, ob mann das durchbrinngen würde, wenn nicht jeden tag diese berichte und panik gemacht werden würde. Kann es nicht sein das verschwörungs theorien mehr wahrheit als die offiziellen versionen in sich bergen?
  • Thomas  Stalder , via Facebook 22.03.2016
    Denke auch, dass sie mit modernen Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras ausgestattet werden müssen. Vielleicht müssen sie ja bald den St. Gallern im Rheintal helfen, sollte die Schweiz wider Erwarten sich doch noch dazu entschliessen, die Grenzen wieder zu sichern und nicht einfach jeden durchlatschen zu lassen.
  • Martin  Haensli , via Facebook 22.03.2016
    Ich darf daran erinnern, dass es vor ca. einer Woche ein Gerichtsfall von Terroristen in Lugano gab, die einen Anschlag in der Schweiz geplant haben. Vielleicht ist es gewissen Menschen noch nicht aufgefallen, dass das Weltgeschehen sich laufend ändert und es klug ist dass man sich daran anpasst Die gelesenen Kommentare lassen den Schluss zu, dass einige Leser ebenfalls Mühe haben sich anzupassen und der Horizont nicht bis zum Kiosk geht. Schade, dort gäbe es nämlich Zeitungen.