Näherinnen schufteten 6 Tage Säntis-Fahne ist wieder ganz

Ein heftiger Sturm hatte die Mega-Fahne am Säntis zerrissen, noch bevor der 1. August richtig gefeiert war. Nun flickten Näherinnen die Fahne wieder.

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Sturmböen hatten der Fahne arg zugesetzt. Und das ausgerechnet in der Nacht auf den 1. August. Leserreporter 8989

Es war eine Arbeit, die den Näherinnen den Schweiss auf die Stirn trieb. Löcher schliessen, Risse zusammennähen – und das bei 700 Kilogramm Stoff: Drei Angestellte arbeiteten sechs Tage daran, die grösste Schweizerfahne der Welt wieder instand zu setzen. Gestern war das Flickwerk fertig.

Die Rekordfahne war in der Nacht auf den 1. August am Säntis von einem heftigen Sturm zerfetzt worden. Nach dem Fahnen-Drama hatten Höhenarbeiter sie provisorisch geflickt, bevor sie wieder abgehängt und für die komplizierten Näharbeiten vorbereitet wurde.

Fahne sicher aufbewahrt

«Bahn für Bahn mussten die 6400 Quadratmeter Stoff unter die Nähmaschine gehievt werden», erzählt Heinz Höhener, Geschäftsführer von Heimgartner Fahnen aus Wil SG. Nebst guter Planung war dafür viel Kraft nötig. «Unsere Näherinnen sind froh, dass es jetzt durch ist.»

Die Arbeiten waren in einem grossen Raum im Hotel Säntis auf der Schwägalp ausgeführt worden. Dort lagert die geflickte Fahne nun bis zu ihrem nächsten Einsatz am nächsten Nationalfeiertag – «in einem abgeschlossenen Zimmer, damit nicht wieder jemand auf die Idee kommt, ein Stück herauszuschneiden», sagt Höhener. Ein Unbekannter hatte nach dem Abhängen der kaputten Fahne wohl als Souvenir ein Stück Stoff aus der Fahne geschnitten.

«Es war klar, dass wir sie reparieren werden» 

Auch wenn dreimal so viele Arbeitsstunden für die Flickarbeiten nötig waren als ursprünglich geplant: Aus Sicht von Fahnenhersteller Höhener hat sich der Näheinsatz gelohnt. 

«Für uns war immer ganz klar, dass wir sie reparieren werden», sagt er. Schliesslich sollten die Fahnenpaten, die 99 Franken pro Quadratmeter stifteten, auch in den nächsten Jahren etwas von ihrer Investition haben. (lha)

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 20.11.2016
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1 Kommentare
  • marc  klauser aus schmitten
    19.11.2016
    Gut gemacht und ich bin froh hat es noch Eidgenossen die ihr Land lieben und nicht an Fremde Sturmböen verkaufen.