Migros verhüllt Kassiererin Tätowierter Arm entspricht nicht dem Dresscode

WATTWIL SG - Eine Verkäuferin der Wattwiler Migros-Filiale wurde von einem Tag auf den anderen angewiesen, ihr Tattoo zu verhüllen. Dresscode, sei das, erklärt die Migros.

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Waren Tattoos früher das Symbol von harten Buben und Halbstarken, erfreuen sich die Hautverschönerungen heute immer grösserer Beliebtheit. Das weiss auch das «Migros-Magazin». Vor Wochen titelte das Blatt: «Tätowierungen sind salonfähig geworden.»

Beim Mutter-Konzern des Magazins scheint das aber nicht zu gelten. Wie SRF Espresso berichtet, musste eine Migros-Verkäuferin in der Wattwiler Filiale ihren tätowierten Unterarm verhüllen. Kundin Marianne Röthlisberger, der das aufgefallen sei, habe das sehr befremdet – schliesslich habe doch das hauseigene Magazin kurz zuvor wohlwollend über Tätowierungen berichtet. 

Migros verlangt «gepflegtes Erscheinungsbild»

Auf Anfrage von BLICK erklärt Migros-Sprecherin Martina Bosshard, sie sehe darin keinen Widerspruch: «Der Beitrag erschien im redaktionellen Teil des Migros Magazins, in dem zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen Menschen porträtiert werden.» Der Artikel thematisiere, dass Tätowierungen immer mehr zum Mainstream gehören. «Über diesen Trend berichtet das Migros Magazin, ohne zu werten», sagt Bosshard weiter.

Den konkreten Fall in Wattwil wollte die Migros nicht kommentieren. Generell zu Dresscode heisst es von der Medienstelle: «Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist für Personen, die im Detailhandel arbeiten, wichtig.» Dafür gebe es ein Dresscode.

Manche Migros-Regionen wie etwa die Migros Ostschweiz würden in diesem Zusammenhang verlangen, dass Mitarbeiter «grosse oder anstössige Motive abdecken», in der Regel mit einem langärmligen Oberteil, so Bosshard. (pma)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 06.10.2016
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72 Kommentare
  • Patrick  Studer 05.10.2016
    Verstehe schon das gewisse Berufe einen Dress Code haben und dies eine Bedingung im Job ist. Da werden dann aber auch keine Kulturellen Ausnahmen gemacht.
    Bei der Migros an der Kasse will ich aber dann vom Erscheinungsbild auch keine Kopftücher mehr sehen. Danke!!
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    05.10.2016
    Nur so am Rande, Tätowierungen sind in anderen Kreisen ein Zeichen für Erwachsensein oder für Kraft, die Maori zum Beispiel sind stark tätowiert, in Japan sind Tattoos auch kein Zeichen für Asoziale, vielleicht sollte man einfach mal den eigenen Horizont etwas öffnen, schaden wird es nicht, man kann viel neues entdecken!
    • Urs  Zaugg aus Oakleigh
      06.10.2016
      Marion, in Japan sind Tattoos die Merkmale fur Yakuza Mitglieder. Yakuza sind kriminelle Organisationen. Auch ist der Eintritt in öffentliche Bader fur alle mit Tattoos verboten
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      06.10.2016
      Herr Zaugg: Zitat: Schon in der japanischen Frühgeschichte gibt es sporadische Zeugnisse für das Vorkommen von Tätowierungen. Der früheste Belegt datiert um 500v. Chr.: Haniwa (Tonfiguren) aus dieser Zeit, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, weisen mit Zierlinien geschmückte Gesichter auf. Auch das japanische Urvolk der Ainu schmückte sich schon vor Jahrtausenden mit Stammestätowierungen, die im Rahmen von Hochzeitsritualen gestochen wurden.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    05.10.2016
    Bei Jobs mit Kundenkontakt ist klar dass man das Tattoo abdeckt, wobei dies hier sehr schön ist und eigentlich niemanden stören sollte. Tattoos sind auch nicht mehr Randständigen überlassen, die Zeiten sind vorbei als nur Seeleute und Gauner sich tätowieren liessen!! An einige Kommentatoren hier, kommt doch bitte im 21ten Jahrhundert an! Mittlerweile haben sehr viele sehr erfolgreiche Menschen Tattoos, die Beckhams, Robbie Williams, Angelina Jolie, Pink, uvm. -nennt man die asozial? Wohl kaum!
  • Marlies  Hess aus Langenthal
    05.10.2016
    Mich stören die Fingernägel. Habe auch eine Kollegin die welche aufklebt. Kann kaum am PC tippen und wenn es darum geht etwas einzupacken kommt ein Hilfeschrei zu Frau Hess.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      05.10.2016
      Ich trage seit 20 Jahren lange Fingernägel und ich bin äusserst schnell auf der Tastatur! Es ist schlichtweg Übung!
  • daniel  weidmann 05.10.2016
    sehr guter entscheid!! mich stört das massiv wenn an der kasse oder am schalter jemand so arbeitet!! geht gar nicht!!! genau wie im Fussball die tätowierten müssten alle lange Shirts tragen!!
    • Thomas  Hager aus Luzern
      05.10.2016
      Am besten Burkapflicht für alle dann hat sich das Problem erledigt.