Harald L. aus Tübach SG «Meine Ex verleumdet mich als Kinderschänder»

  • Publiziert: 14.01.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Karin Baltisberger

Harald L. (59) erzählt, wie seine Ex die gemeinsame Tochter Diana (8) als Waffe einsetzt und ihn damit stark verletzt.

Die Probleme fangen 2001 nach der Geburt der gemeinsamen Tochter an. «Meine Partnerin wurde immer sensibler, ja sogar realitätsfremd», erklärt Harald L.*

Eines Morgens bittet seine damals 3-jährige Tochter Diana ihn, ihr etwas vorzulesen. «Ich sass mit ihr im Wohnzimmer und streichelte sie am Rücken», schildert der Kunsthändler aus dem Kanton St. Gallen. Als seine Lebenspartnerin reinkommt, wird sie hysterisch. «Sie schrie mich an, was ich da mache.»

Und auch sonst will sie nicht, dass der Vater die kleine Diana irgendwohin mitnimmt oder alleine mit ihr ist. «Ich habe mich dann getrennt. Es ging einfach nicht mehr», sagt Harald L.

Die beiden haben vorerst das gemeinsame Sorgerecht.

Drei Monate nach der Trennung geht die Mutter zur Polizei. «Sie zeigte mich an wegen sexuellen Missbrauchs an unserem Kind», erklärt Harald L. Es sei ihr dabei vor allem darum gegangen, das alleinige Sorgerecht zu erwirken.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen tritt nicht auf die Anzeige ein. Die Beschuldigungen sind haltlos. «Doch sie hörte damit nicht auf. Bei jeder Gelegenheit erzählte sie den Behörden, dass ich ein Kinderschänder sei», sagt Harald L. Und damit schafft sie es immer wieder, Diana ihrem Vater vorzuenthalten.

Harald L. zeigt seine Ex-Partnerin wegen Ehrverletzung an. Er bekommt wieder recht. Die Beschuldigungen sind frei erfunden, stellt das Gericht fest. Die Mutter von Diana muss eine Busse bezahlen. «Doch sie gibt nicht auf. Sie suchte sich einen Psychologen, der ihr bestätigte, dass das Kind Angst vor mir hat. Und die Behörden glauben ihr immer noch», erzählt Harald L. Seither darf er seine Tochter nur noch in einem Kinderhaus unter Beobachtung sehen.

Am 21. Januar steht die Mutter von Diana erneut wegen der Verleumdungen vor Gericht.

Harald L. gibt nicht auf: «Ich will jetzt das alleinige Sorgerecht bekommen.»

* Name der Redaktion bekannt

«Der Neue meiner Ex-Frau ist jetzt der Papi meines Sohnes Tim»

Das ist ein grosser Tiefschlag für Leo W.*(42) aus Luzern. Seit Oktober 2008 darf der KV-Angestellte seinen Sohn Tim (9) nicht mehr sehen. Und das, obwohl er sich mit seiner Ex-Frau das Sorgerecht teilt!

Bei der Scheidung vor acht Jahren sprach das Gericht den Eltern das gemeinsame Sorgerecht zu. Jahrelang gehts gut: Jedes zweite Wochenende verbringt Tim mit seinem Papa. «Wir haben es immer super gehabt. Sind auch gemeinsam in die Ferien gefahren», so Leo W.

In den Herbstferien 2008 verbringen Vater und Sohn entspannte Tage zusammen in Tirol. Nach der Rückkehr aus den Ferien ruft die Ex-Frau Leo W. an. Ihr Sohn wolle den Papa nicht mehr besuchen. Einfach so. Leo W. entscheidet sich, erstmal abzuwarten, statt den Buben mit Hilfe der Polizei zu sich zu holen. «Ich hätte zwar so die Besuchsregelung durchsetzen können, aber das wollte ich Tim einfach nicht antun.»

Seitdem herrscht Funkstille zwischen Tims Eltern. Er hat sich das Foto seines Kindes auf die Schulter tätowieren lassen. Damit Tim immer bei ihm ist.

Irgendwann, wenn Tim grösser ist, wird der Einfluss der Mutter auf den Buben schwinden – hofft der Vater. Bis dahin denkt er ganz fest an seinen Jungen. Leo W.: «Tim muss wissen, dass ich ihn liebe und er mir wahnsinnig fehlt.»

Der neue Partner der Ex-Frau hat die Vaterrolle für Tim übernommen. «Wahrscheinlich sagt er inzwischen schon Papi zu ihm – statt zu mir», sagt Leo W. bitter. (Von Anna Vonhoff)

* Name der Redaktion bekannt

«Meine Töchter haben jetzt Angst vor mir»

Ich habe meine beiden Töchter seit drei Jahren nicht mehr gesehen», sagt Roland H.* (50) aus Zürich. Seit sich seine Frau 2001 von ihm getrennt hat, ist nichts mehr so, wie es einmal war. «Ich musste mein Haus verlassen. Aber das Schlimmste ist, ich habe meine Kinder verloren.» Zwei Mal kommen die heute 16- und 18-jährigen Töchter noch in die neue Wohnung des Vaters. Dann bricht der Kontakt ab. Roland H. kann sich nicht erklären, was passiert ist. Briefe, E-Mails und Anrufe ignorieren die Mädchen.

«Zu den Geburtstagen bin ich zu ihnen nach Hause gegangen. Doch sie wollten die Tür nicht öffnen, hatten jetzt Angst vor mir.» Wieso? Roland H. weiss es nicht. Er vermutet, seine Ex-Frau hat die Töchter gegen ihn aufgehetzt.

«Ich habe ein Besuchsrecht. Deswegen habe ich Hilfe bei den Behörden gesucht.» Ihr Rat: Roland H. könne die Kinder an den Besuchswochenenden von einem Polizisten abholen lassen. «Das habe ich nicht übers Herz gebracht.

Roland H. resigniert. Der Verlust seiner Kinder kostet ihn fast das Leben. 2003 wird bei ihm Krebs diagnostiziert. «Der Streit machte mich krank.»

An ein Wiedersehen will er glauben: «Ich hoffe nur eins, dass meine Kinder irgendwann den Kontakt zu mir suchen.» * Name bekannt (Von Antonia Sell)

Die beiden hätten ja einen Schock erlitten, was Papi mit ihnen macht.»

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