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In der Nähe der Bergstation Schaffürggli oberhalb Klosters war das Sprengteam im Einsatz als es zum Unfall kam. (ZVG)
Tragisches Unglück gestern Nachmittag oberhalb von Klosters: Bei Lawinensprengungen im Gebiet Madrisa kommt ein 54-jähriger Bündner ums Leben. Er wurde von einem Rückstoss eines unbeabsichtigten Raketenschusses unglücklich getroffen und starb noch auf der Unfallstelle.
Der Mann wollte die Skipisten sichern: Gemeinsam mit einem Arbeitskollegen war er dabei, Lawinen künstlich und beabsichtigt auszulösen. «In den letzten drei Tagen fiel sicher ein Meter Neuschnee», sagt Daniel Zinsli, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden zu Blick.ch. Die Lawinengefahr in der Region ist gross.
Der Mann war bei der Bergstation Schaffürggli in einem Zweierteam an der Arbeit: Ein solches Sprengteam besteht jeweils aus einem Schützen und einem sogenannten Lader, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilt. Der 54-Jährige war der Lader des Teams. Er schraubte sein Rakrohr auf ein Stativ, lud es mit einer Rakete – und entsicherte es.
In diesem Augenblick löste sich der Schuss zu früh. Der Mann stand bei der Schussauslösung noch genau hinter der Lafette. Deshalb trafen ihn der äusserst wuchtige Rückstoss sowie Splitterteile der Rakete und verletzten ihn tödlich. «Bei der Sprengung spickt auch der Zünddeckel nach hinten. Dieser traf den Mann wohl auch», sagt Zinsli.
Die Kantonspolizei untersucht, wie es zur unbeabsichtigten Schussabgabe kommen konnte. Für das Sprengen der Lawinen komme nur speziell ausgebildetes Personal zum Einsatz, sagt Zinsli. (nsg/sik)
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Der Mann war bei der Bergstation Schaffürggli an einer Lawinensprengung. Da geschah das Unglück. (ZVG)