Polizei liess Gegen-Demo nicht zu Pnos konnte ungestört feiern

KALTBRUNN - SG - Die Gründungsfeier der Pnos ging gestern Abend ohne eine Gegen-Demo über die Bühne. Die Polizei rückte mit grossem Dispositiv aus.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Frau (19) von hinten angegriffen In der Bahnhofs-Unterführung zu Boden...
2 Minus 20 Grad in OBRRRiet Das Rheintal ist das neue Sibirien der Schweiz
3 Bahnhof St. Gallen Grosseinsatz wegen Mann auf Kran endet glimpflich

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

Das Restaurant Löwen in Kaltbrunn SG ist ein beliebtes Vereinslokal: Die Fasnächtler und die örtliche SVP halten ihre Versammlungen da ab. Und nun auch die rechtsextreme Partei Pnos (Partei national orientierter Schweizer), die gestern dort die Gründung von fünf Pnos-Sektionen feiert.

Die Partei hat vor Tagen bereits angekündigt, dass die Gründungsfeier in der Region rund um Rapperswil SG stattfinden wird.

Linke, darunter Antifa, Juso, und die «Revolutionäre Jugend Zürich» kündigten eine grosse Kundgebung dagegen an. Auch auf Facebook war der Protest präsent: In der Gruppe «Kein Bock auf Pnos-Veranstaltungen!» versammelten sich Bürger von links bis rechts. Sie wollten nicht, dass die Pnösler zusammen mit der rechtsextremen Flak-Band in Kaltbrunn ungestört sich selbst feiern.

Um 17 Uhr machten am Bahnhof Rapperswil-Jona rund siebzig Linksautonome eine unbewilligte Demonstration. Die Teilnehmer verlangten ein hartes Vorgehen gegen Rechtsradikale und skandierten «Schweizer Polizisten schützen die Faschisten».

Juso kritisiert eigenen Regierungsrat

Die Jungsozialisten (JUSO) St. Gallen reagierten mit einer Medienmitteilung: «Die rechtsextreme Szene durfte sich erneut im Kanton St. Gallen ungestört versammeln und ihr Gedankengut verbreiten, erneut unter dem Schutz der Polizei. Gegendemonstrationen wurden verhindert.» Durch das passive Verhalten der Kantonspolizei werde Rechtsextremismus salonfähig gemacht.

Die JUSO forderten den St. Galler Justizdirektor Fredy Fässler (SP) auf, gegen Rechtsextremismus eine Nulltoleranzpolitik durchzusetzen. Das bedeute auch, dass gegen die Verantwortlichen des Neonazi-Konzerts vom Sonntag in Unterwasser mit «aller Härte» ermittelt werde. «Das uns bekannte Videomaterial zeigt klar auf, dass Neonazis illegale Hassparolen verbreitet haben», heisst es im Communiqué weiter. (SDA/mje)

Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
teilen
teilen
0 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

23 Kommentare
  • Roman  Bachmair aus Naters
    23.10.2016
    Forderungen aus der Chaoten-Szene sind ja dann wohl noch das Abschluss-Bouquet zum Ganzen. Genau diejenigen sollen zuerst einmal im eigenen Saustall heraus misten, bevor sie die Nase in andere rein halten.
  • Gabor  Posch 23.10.2016
    Die Polizei ist weder Handlanger für Anliegen von Kommunisten noch von Rechtsradikalen, und wenn eine Demo nicht bewilligt wird, hat das wohl seine Gründe. Basta, jetzt gibts Pasta.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    22.10.2016
    Und in 30Jahren wird es einen Film über die Ostschweiz, über Kaltbrunn und den Löwen geben.Es wird analysiert werden wie alles wieder soweit kommen konnte und wieso man die Vergangenheit ignoriert hat. Alle werden erklären es nie mehr soweit kommen zu lassen........ .
    • Hans  Grüter 23.10.2016
      Wenn es in der Schweiz nicht mehr möglich ist, dass eine politische Partei zusammenkommt und die Gründung einer oder mehrerer Sektionen feiert, dann ist wohl bereits die Scharia eingeführt worden. Leute wie Sie sind dafür verantwortlich, wenn der Löwen in 30 Jahren Ziege heisst und statt Bier Kamelmilch ausgeschenkt wird. Soweit wird es kommen, wenn man die GEGENWART ignoriert!
  • André  Baldin 22.10.2016
    Mit allergrössten Wahrscheinlichkeit werden die Pnosler keine Sachschäden machen - ganz im Gegensatz wenn Linke, z.B. in Bern (Reithalle) oder 1. Mai Umzug in Zürich, demonstrieren.
  • Roger  Hausherr 22.10.2016
    Warum schliessen sich die nicht der SVP an. Es ist genau das gleiche Gedankengut. Nur das Affektive und Äussere ist etwas auffälliger.
    • Markus  Krähenbühl 22.10.2016
      Einerseits werden die Rechtsextremen hier total verharmlost und erhalten mengenweise Likes, andererseits sind sie sauer wenn sie mit der SVP in Verbindung gebracht werden. Ist die SVP etwa zuwenig rechts? Wohl kaum...