ST.GALLEN - SG - Die nicht behindertengerechte Zufahrt zum Bahnhof ist unzumutbar. Provisorische Parkplätze und der schnelle Einbau von Liften soll Abhilfe schaffen.
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Stadträtin Elisabeth Beéry und Stadtingenieur Beat Rietmann: Drei Parkplätze beim Rathaus sollen Situation verbessern. (Angela Müller)
Die Misere beim Bahnhof St.Gallen ist gross. Seit Anfang Oktober ist der Bahnhofplatz Süd für den Individualverkehr gesperrt. Die Autos müssen in der City-Parkgarage West halten. Doch von dort gibt es keinen behindertengerechten Aufgang zu den Perrons oder zum Bahnhofplatz.
Rollstühle, Kinderwagen oder schwere Koffer müssen über die Treppen hochgeschleppt werden. Der Einbau von Liften war erst mit einem nächsten Bauprojekt in vier Jahren geplant.
«Die jetzige Situation ist über diese lange Zeit nicht haltbar – da müssen wir den kritischen Stimmen recht geben», sagt Stadträtin Elisabeth Beéry. Deshalb will der Stadtrat behindertengerechte Lifte bereits bis Anfang 2014 realisieren. Er legt ein entsprechendes Teilprojekt dem Stadtparlament vor.
Für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme der Perronlifte soll die Situation mit temporären Massnahmen entschärft werden. «Beim Bahnhofpärkli werden drei provisorische Vorfahrparkplätze zur Verfügung gestellt. So wird der Zugang zur behindertengerechten Bahnhofunterführung Ost gewährleistet», sagt Stadtingenieur Beat Rietmann. Aus Sicherheitsgründen lehnt die SBB aber den provisorischen Einbau von Rampen ab.