Ausgeliefert Lehrer-Mörder Gecaj soll schnell vor Gericht

  • Publiziert: 02.09.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

Ded Gecaj ist heute von den Behörden im Kosovo an die Schweiz ausgeliefert worden. Jetzt soll dermutmassliche Mörder so schnell wie möglich vor Gericht.

Ded Gecaj soll den Lehrer seiner Tochter ermordet und diese zudem sexuell missbraucht haben. Jetzt ist der Kosovare an die Schweiz ausgeliefert worden.

Er traf am Nachmittag in Begleitung von Beamten der St. Galler Kantonspolizei in der Schweiz ein und wurde der St. Galler Staatsanwaltschaft zugeführt, schreibt das Bundesamt für Justiz in einer Mitteillung.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft will Gecaj «so schnell wie möglich» vor Gericht bringen. Dies sagte die zuständige Staatsanwältin Ursula Brasey. Bis zum Prozess dürften aber noch Monate vergehen.Brasey geht davon aus, dass der 52-jährige Gecaj wegen Mordes angeklagt wird.



Gecaj hatte 1999 Paul Spirig, den Lehrer seiner Tochter, in St. Gallen erschossen. Nach der Tat floh er in seine Heimat. Dort wurde er festgenommen. Er gestand die Tat und wurde 2000 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – wegen Totschlags. Gecaj kam aber nach ungefähr zwei Jahren wieder frei und tauchte in der Folge unter.

Tochter lebt mit neuer Identität in der Schweiz

Die St. Galler Staatsanwaltschaft stellte im Jahr 2005 ein Begehren um Auslieferung. 2007 wurde Ded Gecaj in seinem Haus festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt. Im Spätsommer letzten Jahres kam er wieder auf freien Fuss, nachdem er zuerst noch mit einem Hausarrest belegt worden war.

Gecaj soll auch wegen mutmasslicher Sexualdelikte an seiner Tochter zur Veranwortung gezogen worden. Das damals 14-jährige Mädchen hatte sich seinem Lehrer anvertraut, dass sie vom Vater missbraucht werde. Heute lebt die junge Frau mit einer neuer Identität an einem unbekannten Ort in der Schweiz. (SDA/bih)

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