Inferno im Zentrum von Steckborn TG Ein Spielzeug-Auto war schuld!

STECKBORN - TG - Schnell breiteten sich die Flammen in der Altstadt von Steckborn aus. Am Montag vor Weihnachten verloren Dutzende ihr Zuhause. Rund drei Wochen nach dem Inferno ist die Ursache geklärt.

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Der Sachschaden beläuft sich auf rund sechs Millionen Franken, sechs Häuser wurden zerstört, 30 Personen verloren ihr Zuhause, drei mussten mit leichten Verletzungen ins Spital. Heute ist klar: Am Inferno von Steckborn TG ist ein Akku schuld!

Rund zwei Wochen nach dem Grossbrand im Stadtzentrum haben die Ermittler der Kantonspolizei Thurgau die Ursache geklärt. Das Feuer wurde in Zusammenhang mit dem Aufladen eines ferngesteuerten Rennautos ausgelöst.

In welchem Haus das Feuer ausgebrochen ist, sagt die Polizei aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Nur so viel: Mit Hilfe der Befragung von Zeugen, Spurenauswertungen und Fotoaufnahmen konnte der Brandherd auf ein Zimmer in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eingegrenzt werden.

In diesem Zimmer fanden die Behörden ein Akkuladegerät mit einem daran angeschlossenen Lithium-Polymer-Akku (LiPo-Akku) – und damit die Brandursache. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen ist noch nicht abgeschlossen. (mad)

Polizei warnt vor LiPo-Akkus

Die Kantonspolizei Thurgau mahnt zur Vorsicht im Umgang mit Lithium-Polymer-Akkus. Vor allem im Modellbau sind die LiPo-Akkus zunehmend verbreitet. Sie sind sehr leistungsfähig, liefern hohe Ströme, hohe Kapazitäten und haben ein geringes Gewicht. In jedem Fall ist vor dem Gebrauch dieser Akkus die Gebrauchsanweisung zu beachten. LiPo-Akkus können sich aufblähen, innerlich verglühen, zu brennen beginnen oder sogar explodieren, wenn sie mechanisch beschädigt sind oder überladen werden. Die sachgemässe Handhabung verhindert jedoch wesentlich die damit verbundenen Gefahren.

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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Inferno in Steckborn TG Stadtpräsident: «Die rannten in Pyjamas auf die Strasse»

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9 Kommentare
  • t  Kessler aus Kerzers
    08.01.2016
    Hat absolut nichts mit Billigware oder dergleichen zu tun.
    Einzig und alleine die Handhabung dieser Accutypen.
    Falsches Ladegerät zum laden verwendet oder den Balancerstecker nicht sauber eingeklinkt.
    Im übrigen hört auf von laden im freien oder unter Aufsicht, Billigware etc. zu quaseln. Setzt euch mal 5 Std neben das Ladegerät!
    Bei korrekter Anwendung absolut gefahrlos im Betrieb und Lagerung.
    LiPo bläst sich nur bei fehlerhafter Handhabung auf sonst nicht.
  • John  Biker aus Freiamt
    08.01.2016
    Wie Ricco schon gesagt hat gibt es Spezielle Ladesäcke für LiPo Akkus. Die sind ein muss beim laden und Lagern! Jeder gute Verkäufer informiert über solche Gefahren. Zusätzlich würde ich eine geeignete Unterlage benützen oder am besten im Keller auf dem Steinboden!
  • Karen  Mind 08.01.2016
    Danke für die Info. Wäre noch schön, wenn Blick jetzt erklären würde an was man einen solchen Akku erkennen kann.
    • Ricco  Mosmeyr aus Zürich
      08.01.2016
      Der Lithium-Ion Akku ist sehr kostengünstig und hat eine große Lebensdauer, wird bei mobilen Geräten verwendet Handy, Tablet Laptop und im Allgemeinen problemlos ... Lithium-Polymer Akkus sind jedoch sehr empfindlich für Beschädigungen, Überladung und Temperatur, sie werden wegen ihres geringen Gewichts und hoher Energie-Dichte im Modellbau RC-Modelle eingesetzt und sind bzgl. Brandgefahr das grössere Risiko.
  • Ricco  Mosmeyr aus Zürich
    08.01.2016
    Ein wichtiger Hinweis wurde nicht erwähnt ... Lithium-Polymer-Akkus nur unter Aufsicht oder im Freien aufladen und wenn aufgeladen diesen vom Ladegerät entfernen, da bei einem Defekt des Ladegerätes der Akku überladen wird und dieser explodiert. Sollte ein LiPo-Akku mal brennen, diesen mit Sand und wenn möglich nicht mit Wasser löschen, es gibt im Handel speziell feuerfeste Lade- und Lagerungs-Säcke dafür z.B. liposack.de.
  • Havi  Alrub 08.01.2016
    mittlerweile wissen wir das billigware insbesondere spielzeuge fast alles aus china stammt uns nicht verwundern das nicht mehr passiert beim akkuladen sicherheit wird leider nur auf dem papier zu finden sein.
    • Stefan  Ackermann , via Facebook 08.01.2016
      Naja, nicht nur Billigware kommt aus China.Bbei der Billigware wird einfach kein "Markenhersteller" aufgelabelt. Oder denken Sie ernsthaft, dass die uns bekannten "Markenhersteller" alle in den USA oder Europa produzieren? Wer weiss wie man richtig umgeht mit "Billigware" spart Geld, hat mehr Möglichkeiten und ist den Markenherstellern um einiges Voraus. Halt immer eine Sache des Interesses und Sachverstands! Habe fertig. SAW
    • Stephan  Schweizer 08.01.2016
      Was meinen Sie denn mit Billigware? Glauben Sie nur diese Hersteller lassen in China produzieren, dann sollten sie sich mal Informieren wo die anderen nicht Billigware-Hersteller, wie Apple, Hasbro usw. ihre Produkte herstellen lassen, ob die dann sicherer sind ....
    • Hugo  Wirz 08.01.2016
      @S. Ackermann: Das ist nicht ganz richtig! Werden Waren in Kundenauftrag hergestellt, wie Aple etc., stellen die auch die Qualitätsrichtlinien. Z.B. darf der Balancer - das ist der wichtigste Teil eines LiPo-Ladegerätes - die Zellspannung von 4.125 Volt max. +0.01 / -0.5 Prozent abweichen. das wird auch bei Eingangskontrollen der Besteller peinlichst überwacht.
      Bei der Herstellung gibs immer wieder Ausschuss, der die Toleranzen nicht einhält und dann anonym als "China-Schrott" verkauft wird!!!