Hooligans melden sich selber bei der Polizei

ST. GALLEN – Die Internet-Fahndung der St. Galler Kantonspolizei mit Bildern mutmasslicher Fussball-Hooligans ist erfolgreich: Drei der Gesuchten haben sich freiwillig gestellt.

  • Publiziert: 21.01.2009, Aktualisiert: 09.01.2012

Am 20. Mai 2008 nach dem Fussballspiel des FC St. Gallen gegen AC Bellinzona machten Hooligans Kleinholz aus dem Stadion Espenmoos in St. Gallen: Es entstand ein Sachschaden von 150000 Franken. Die Polizei stürmte das Stadion mit einem Grossaufgebot, konnte aber die massiven Ausschreitungen nicht verhindern.

Im vergangenen November eröffneten die Behörden Strafverfahren gegen 30 Personen, die meisten von ihnen Schweizer im Alter von 18 bis 22 Jahren. Acht Verdächtige wurden Anfang Dezember in einer konzertierten Aktion vorübergehend verhaftet.

18 weitere mutmassliche Hooligans konnten nicht identifiziert werden. Um sie zu finden, veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft Bilder im Internet (Blick.ch berichtete). Sie riefen die Bevölkerung auf, bei der Identifizierung der Gesuchten zu helfen.

Hooligans stellen sich freiwillig

Heute sagte der zuständige Untersuchungsrichter Simon Burger, die Internet-Fahndung nach den mutmasslichen Hooligans vom Espenmoos sei «sehr erfolgreich». Seit der Veröffentlichung der Bilder seien laufend Hinweise eingegangen. Von den 18 Gesuchten seien vier gefunden; zu fünf weiteren gebe es Hinweise.

Drei der Gesuchten haben sich bereits am zweiten Tag nach Veröffentlichung ihrer Bilder freiwillig bei der Polizei gemeldet. Ein vierter ist durch Hinweise aus der Bevölkerung gefunden worden.

Laut Burger wurde die von der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft aufgeschaltete Internetseite mit den Bildern der mutmasslichen Randalierer über 16000 Mal angeklickt. Der Untersuchungsrichter erwartet, dass noch weitere Gesuchte identifiziert werden. (SDA/noo)

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