ST. GALLEN - Gestern Abend entdeckt ein 8989-Leserreporter einen Velofahrer auf der Autobahn von Wil nach Zürich. Die Polizei stoppt den Mann.
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(8989-Leserreporter)
Feierabendverkehr auf der Autobahn zwischen St. Gallen und Zürich. Alle wollen möglichst schnell nach Hause. Nur einer nimmt es gemütlich. Ein Velofahrer radelt seelenruhig auf dem Pannenstreifen. «Ich habe das gestern gegen 17.35 Uhr beobachtet», sagt Leserreporter Roger Studer. «Ich habe direkt die Polizei gerufen.» Fünf Minuten später habe er die Sirenen gehört.
Die Polizei stoppte den junge Velofahrer zwischen der Einfahrt Wil und der Ausfahrt Münchwilen. Es handelt sich um einen Mann (26) aus Eritrea, der in Wil wohnt. «Weil die Patrouille gleich zum nächsten Einsatz weiter musste, wird der Mann erst heute Nachmittag auf dem Posten befragt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Dann wird auch auskommen, warum und wohin genau er auf der Autobahn unterwegs war.
«Gerät jemand fälschlicherweise auf die Autobahn, rückt sofort eine Patrouille aus», sagt Krüsi. Das sei dann sogar eine dringliche Dienstfahrt. Denn die Gefahr ist sowohl für den Betroffenen, als auch die anderen Verkehrsteilnehmer gross.
Dies sei aber kein Einzelfall und komme ab und zu vor. «Es verirren sich vor allem Touristen oder Ausländer auf der Autobahn, wir haben aber auch schon eine demente Frau oder Betrunkene stoppen müssen», sagt Krüsi. Manchmal nähmen auch Landwirte mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen aus Versehen die falsche Abzweigung.
Muss er mit einer Busse rechnen? «Er müsste an die zuständige Staatsanwaltschaft verzeigt werden», sagt Krüsi. Man müsse den Fall aber erst genauer anschauen und dann entscheiden. «Gerade bei Touristen oder Ausländern, die nicht wissen, dass das verboten ist, drücken wir ein Auge zu.» (kko)
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