«Gut kommen die Blockhütten weg»

ST.GALLEN - SG - Der Klosterplatz ist nach einem halben Jahr wieder frei – die Gallus-Ermitage fehlt niemandem.

  • Publiziert: 23.10.2012
  • Angela Müller
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Gestern Nachmittag wurde die Gallus-Blockhütten auf dem Klosterplatz abgebaut.

(Angela Müller)
play In St.Gallen abgebaut - in Deutschland werden sie dann wieder aufgebaut: Ermitage.

«Ich bin dagegen, dass man den St.Galler Klosterplatz dauernd mit provisorischen Bauten verstellt», sagt Doris Königer, Architektin und SP-Stadtparlamentarierin. Die Gallus-Ermitage sei zwar im Gallusjahr nachvollziehbar gewesen, doch hätten diese Blockhütten immer ortsfremd gewirkt.

Gestern Nachmittag wurden die beiden Ermitage-Holzhütten abgebaut. Sie standen seit April vor dem Kloster, das als Stiftsbezirk zum Unesco-Welterbe gehört. Im Rahmen des halbjährigen Gallus-Jubiläums sollten sie das ­Leben vor 1400 Jahren veranschaulichen. Das Projekt kostete rund 100 000 Franken. Davon kam ein Fünftel aus dem ­Jubiläumsbudget. «Die Ermitage war für uns ein ganz besonders gelungenes Projekt», sagt Iwan Köppel, Projektleiter des Gallusjubiläums. Mehrere 10 000 Leute haben die Ermitage gesehen und wahrgenommen.»

Nun, da die Jubiläumsfestivitäten vorbei sind, wird die Ermitage nach Messkirch in Deutschland gebracht, wo sie im Rahmen eines Nachbaus der St.Galler Klosteran­lagen wieder aufgestellt werden. «Die beiden Blockhütten werden dort weiterhin Werbung für St.Gallen machen», sagt Köppel.

Auch bei St. Gallen ­Bodensee-Tourismus zeigt man sich über diesen Umstand erfreut: «Für uns ist dies bestimmt gute Werbung», sagt Astrid Nakhostin, Leiterin Kommunikation. Die Ermitage auf dem Klosterplatz wurden ihrer Erfahrung nach stark beachtet. «Die Reaktionen waren zum Teil positiv, zum Teil aber auch verhalten. Die beiden Hütten haben auch Fragen aufgeworfen.»

Zu jenen, denen es lieber ist, dass sie nicht mehr da sind, gehört der CVP-Stadtparlamentarier und Schreinermeister Fabian Koch. «Die Ermitage hat ­sicher während des Gallusjahrs ihre Berechtigung gehabt, aber ich finde es gut, dass die Blockhütten weg sind und der Platz wieder frei ist.»

Gallus Hufenus ist Stadtführer und SP-Parlamentsmitglied: «Die beiden Holzhütten haben die Grosszügigkeit und die Weite des Platzes verdeckt. Doch gerade die muss man erleben können, um die Macht der ehemaligen Fürstenabtei nachzuvollziehen.»

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