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Ferrari-Raser: Gericht brummt Multimillionär härtere Strafe auf

ST. GALLEN – Der Multimillionär wollte seine Busse wegen Rasens nicht akzeptieren und zog vors Kantonsgericht. Dort blitzte er aber ab – und kassierte gar eine noch höhere Strafe.

Aktualisiert um 15:15 | 07.01.2010
Das St. Galler Kantonsgericht hat die Strafe gegen einen Ferrari-Raser verschärft. Es verurteilte den Multimillionär zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu 2300 Franken. Die Strafkammer des Kantonsgerichts beurteilte den Fall in zweiter Instanz.

Das Gericht sprach den Multimillionär der groben Verkehrsregelverletzung und weiterer Verstösse schuldig. Die Geldstrafe von knapp 300´000 Franken (130 Tagessätze zu 2300 Franken) wurde zur Hälfte unbedingt und zur Hälfte bedingt ausgesprochen, bei einer Probezeit von zwei Jahren.

«Verkehrsrowdy»


Das Gericht bezeichnete den Ferrari-Fahrer als «Verkehrsrowdy». Er habe sich aus reiner Lust an der Geschwindigkeit über elementare Strassenverkehrs-Vorschriften hinweggesetzt und damit andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht, heisst es in der Urteilsbegründung.

Der mehrfach vorbestrafte Raser wurde von der Polizei innerorts mit knapp 100 km/h und ausserorts im Tempo-80-Bereich mit 137 km/h erwischt. Das Kreisgericht Rorschach hatte ihn Ende 2007 zu einer Geldstrafe von 90´000 Franken (30 Tagessätze zu 3000 Franken) verurteilt.

Diplomatenstatus verneint


Vor Kreisgericht bezeichnete sich der Millionär als Diplomat der Republik Guinea-Bissau. Er berief sich auf Immunität und forderte einen Freispruch. Das Gericht anerkannte seinen Diplomatenstatus aber nicht, da er keine Akkreditierung des Bundes vorweisen konnte.

Der Verurteilte und die Staatsanwaltschaft zogen den Fall ans Kantonsgericht weiter. Staatsanwalt Thomas Hansjakob forderte eine Verschärfung der Strafe auf 50 Tagessätze zu 3000 Franken.

Das Kantonsgericht ging mit seinem Urteil noch über diesen Antrag hinaus, indem es die Geldstrafe auf 130 Tagessätze erhöhte. Den Tagessatz legte es, gestützt auf eine Einkommens-Schätzung, auf 2300 Franken fest. Es ging dabei vom Vermögen des Verurteilten von 23,3 Millionen Franken aus.

Exklusive Villa und Luxusautos


Laut Anklage besitzt der Mann eine Villa im Wert von 4,3 Millionen Franken, ein Einfamilienhaus, ein Appartement an exklusiver Lage sowie fünf Luxusautos, darunter den Ferrari, mit dem er sich strafbar machte. Das Gericht schätzte sein Netto- Jahreseinkommen auf 850´000 Franken. (SDA)
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Das sagen Blick.ch-Leser
Enes Smaijolvic, Tägerwilen - 06:47 | 07.01.2010
» Ich frage mich nur was wäre eine Busse mit einem Einkommen von 5000.-CHF Ich finde Definitiv als nicht korrekt.
Norbert, Chur - 02:07 | 07.01.2010
» Warum den Führerschein wegnehmen? Weiss er dann plötzlich nicht mehr, wie man ein Auto fährt. Wer so fährt, dem ist es egal ob er einen Ausweis hat oder nicht.
joe macjoe, Region Bern - 00:59 | 07.01.2010
» Schämt Euch, Ihr seit völlige Neider!! Wenn einer Erfolg hat und das Geld ehrlich verdient mag ich dies jedem gönnen und bin nicht so ein typischer Schweizer Füdlibürger Neider! Leider hat es viel zu viele solche in unserem Lande schade. Warum haben wir in der Schweiz eigentlich nicht min. 2 Rennstrecken? So etwas wäre längstens überfällig.
René Müller, 3011 Bern - 23:22 | 06.01.2010
» So nebenbei. ca. 65% Analphabeten. Keine Schulen. Lebenserwartung ca. 48 Jahre. 22% HIV positiv. Transitland für 48 Tonnen Kokainschmuggel im 2007. Und der Herr "Diplomat" wohnt in der Schweiz und Besitzt mehrere teure Autos. Wo bleibt da die Entwicklungshilfe für das Land. Wo die geistige Weiterentwicklung des Herrn "Diplomaten.'"
Rudy Gujer, New York NY USA - 21:34 | 06.01.2010
» Diese, all die Neider, wollen "Schweizer" sein? Schaemt Euch! Wie kann man so fiese gegen einen anderen Autofahrer schreiben? Glaubt Ihr, dass ein Dacia- oder Yugo-Fahrer einen Job vergeben kann? Wohl kaum. Ein Fararri-Fahrer aber wohl. Also, was soll der Neid gegen einen sehr guten Steuerzahler?
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