Empa warnt nach Inferno in Steckborn TG So schnell explodieren Akkus

Der Akku eines Modellautos löste das Inferno von Steckborn aus. Nun gibt die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa) Tipps zur sicheren Handhabung.

So gefährlich sind überladene Akkus

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Sie stecken in unseren Smartphones, Tablets und Laptops: Lithium-Polymer-Akkus. Wegen ihrer hohen Kapazität werden sie zudem immer häufiger im Modellbau eingesetzt.

Genau ein solcher Akku eines ferngesteuerten Modellautos hat in Steckborn vier Tage vor Weihnachten einen Grossbrand ausgelöst (BLICK berichtete).

Ermittler der Kantonspolizei Thurgau fanden nach dem verheerenden Brand in einem Zimmer ein Ladegerät mit angeschlossenem LiPo-Akku, der vermutlich wegen Überladung Feuer fing.

Insgesamt sechs Häuser wurden von den Flammen zerstört, 30 Menschen verloren ihr Zuhause. Der Sachschaden beläuft sich auf rund sechs Millionen Franken.

«Immer passendes Ladegerät verwenden»

Die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa) hat bereits Überlade-Experimente an LiPo-Akkus durchgeführt. In einem Video zeigt sie nun, was passiert, wenn ein solcher überhitzt: Die Folge ist eine Explosion, die ohne weiteres einen Zimmerbrand auslösen kann.

«Wird ein Akku mit einem Ladegerät verbunden, das sich nicht von selbst abschaltet, kann der Akku überhitzen, sich aufblähen, heisse Gase abgeben und schliesslich entflammen», warnt Empa-Batterieexperte Donat Adams in einer Mitteilung.

Wichtig sei daher, stets das passende Ladegerät zu verwenden – so sei sichergestellt, dass die passende Ladespannung verwendet wird und der Akku vom Strom getrennt wird, sobald er voll aufgeladen ist.

Weiter empfiehlt Adams, LiPo-Akkus generell nicht auf brennbaren Unterlagen zu laden und sie während des Ladevorgangs zu überwachen. (gr)

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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Inferno in Steckborn TG Stadtpräsident: «Die rannten in Pyjamas auf die Strasse»

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3 Kommentare
  • Ricco  Mosmeyr aus Zürich
    15.01.2016
    In Smartphones, Tablets und Laptops sind Lithium-Ion Akkus, sie sind sehr kostengünstig und haben eine große Lebensdauer, sind im Allgemeinen problemlos ... Lithium-Polymer LiPo Akkus sind jedoch sehr empfindlich für Beschädigungen, Überladung und Temperatur, sie werden wegen ihres geringen Gewichts und hoher Energie-Dichte im Modellbau - RC-Modelle - eingesetzt und sind bzgl. Brandgefahr das grössere Risiko.
    • Nicolas  Müller 15.01.2016
      Das ist natürlich falsch. Praktisch alle Smartphones besitzen heute Lithium-Polymer Akkus siehe zum Beispiel alle IPhone Modelle.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    15.01.2016
    ...und nicht vergessen, all die Handys, die schon Feuer gefangen haben. Schön , wenn die Behörden langsam Alarm schlagen. Einfacher wäre es gewesen, diese Artikel als Hochexplosiv zu verkaufen. Die Fluggesellschaften nehmen pro Sendung nur 1 Expl. solcher Zeitbomben-Batterien an.