Dreister Thurgauer Hanspeter B. Reitstall-Betrüger macht munter weiter

MATTWIL TG - Hanspeter B. (52) schuldet verschiedenen Gläubigern über eine Million Franken. Trotz Strafverfahren macht er munter weiter. Nun könnte ihm das Lachen endgültig vergehen.

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Er ist der Reitstall-Betrüger aus dem Thurgau. Seine Opfer fallen immer auf die gleiche Masche rein. Er spricht von einer Erbschaft aus einem Kieswerk, die es gar nicht gibt. Und bittet um Geld, das er trotz unterschriebenem Vertrag nicht zurückzahlt. Dreist sackte Hanspeter B. so inzwischen mindestens eine Million Franken. Der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft (BLICK berichtete).

Doch das scheint den Reitstall-Betreiber aus Mattwil TG nicht zu interessieren. Denn von dem Strafverfahren lässt er sich nicht aufhalten. Erst im August bestellte er bei der Deutschen Firma Transpofix Equestrian Technology 137 Tonnen neuen Sand für seine Reithalle. «Ich fuhr dafür extra in die Schweiz.»

BLICK-Artikel warnt potentielles Opfer

Als ich ihn kennenlernte, tat er so, als würde der Stall ihm gehören», sagt Christian Goedicke (49),  Inhaber der Firma in Neumarkt (D). Und obwohl Hanspeter B. kein Geld hat, unterschrieb er den Vertrag von Transpofix. «Wir hätten den Sand diese Woche liefern sollen. Alles war bereit, die LKWs beladen», sagt Goedicke.

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Stranspofix-Chef Goedicke fiel nicht auf Hanspeter B. rein. ZVG.

Doch als der Reitstallbetreiber nicht die im Vertrag festgelegten 50 Prozent im Voraus bezahlt, wird Goedicke stutzig. «Er versicherte mir am Telefon immer wieder, dass das Geld komme. Er hätte das Geld überwiesen.» Dann stösst Goedicke auf den BLICK-Artikel.

«Da war mir alles klar. Von Anfang an war es ein abgekartetes Spiel. Er wollte eigentlich nie bezahlen.» Wegen Vertragsbruch schuldet Hanspeter B. der Firma nun 6000 Franken. Der Firmenchef warnt auf Facebook seine Konkurrenz mit dem BLICK-Artikel.

«Er will immer mehr Geld»

Viel schlimmer erging es einem weiteren Gläubiger. Fast 400'000 Franken luchste ihm Hanspeter B. ab. «Das Geld ist weg. Das weiss ich jetzt, er bekommt kein Geld aus dem Kieswerk», sagt der Mann aus dem Thurgau, der anonym bleiben will. Doch Hanspeter B. gibt nicht auf.

«Immer wieder ruft er mich an oder kommt sogar vorbei. Gerade in den letzten Tagen bombardierte er mich regelrecht mit Anrufen. Er will immer mehr Geld. Doch von mir bekommt er keinen Rappen mehr», sagt das Opfer.

Vermieterin schmeisst Hanspeter B. raus

Die Nase voll hat auch die Reitstallbesitzerin. «Ich habe ihm endgültig gekündigt», sagt sie zu BLICK. Bis Ende Oktober sollte B. den Reitstall nun räumen. Monatelang hatte er keine Miete mehr gezahlt. «Er kämpft aber mit einem Anwalt darum, dass er bleiben kann», sagt sie. «Er soll endlich gehen. So einen Menschen brauchen wir im Stall nicht.»

«Die Kündigung ist nichtig. Ich lasse mich nicht so schnell aus dem Stall werfen. Mein Anwalt kümmert sich darum», sagt Hanspeter B. zu BLICK. «Und der Auftrag für den Reithallenboden besteht auch noch. Der Termin ist nur verschoben worden.»

Publiziert am 03.10.2016 | Aktualisiert am 27.11.2016
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3 Kommentare
  • Sepp  Rimensberger 04.10.2016
    Hoffentlich bekommt sein Anwalt auch keinen Rappen. Wer kann den schon einen solchen Lump verteidigen (es gibt ja viele solche von dieser Sorte). Für diese Hochstapler müsste wieder Zwangsarbeit eingeführt werden um die Schulden zu einem Teil zu tilgen.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    04.10.2016
    So lange die Pferde - wenn es überhaupt welche hat - gut und richtig füttert , ist das doch egal wie viel Gelder er wem schuldet.
    ewz
  • Danilo  Lindake aus NEERACH
    04.10.2016
    Es sollte eine Internet-Seite geben in der solche Betrüger namentlich erwähnt und mit Fotos abgebildet werden. Viele mögliche Opfer könnten gewarnt werden und es wäre ein Opfer und nicht ein Täterschutz. Zudem wäre es eine Abschreckung für solche Individuen.