
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Ist das der neue Röstigraben? Oder Bärengraben? Unterländer gegen Bergler, Stadt gegen Land. Die Tötung des Bündner Braunbärs «JJ3» spaltet die Schweiz. Jedenfalls im Feedback von Blick.ch.
Das Bündnerland wird angegriffen, weil es falsch gehandelt haben soll. «Somit ist der Kanton Graubünden als Urlaubsziel für mich gestrichen!!! Skifahren kann man auch woanders», meint Michel aus Zürich. «Ich schäme mich, ein Schweizer zu sein. Meine geplanten Ferien im Bündnerland sind gestrichen. Solange ich daran denke, werde ich einen grossen Bogen ums Bündnerland machen», doppelt Dify aus Solothurn nach. Hans aus Olten fordert gar Konsequenzen: «Streicht den Bergkantonen endlich die Subventionen. Schliesslich sind es die Flachländer, die das Überleben der Bergbevölkerung erst ermöglichen, und wenn es dort keine Menschen mehr gibt, haben wir weniger Zersiedelung und wieder mehr Platz für die Natur!»
Die Bündner kontern: «Wenn euch der Bär ums Schlafzimmer schleicht, hättet Ihr gleich gehandelt! Im Raum ZH/BS/BE/AG, etc. wäre der Bär letztes Jahr schon getötet worden. Schade, aber es musste sein», schreibt Beni aus Graubünden. Peter aus Chur unterstützt diese Aussage: «Alle sind empört über den Abschuss. Möchte ja mal alle Nichtbündner sehen, wenn ihnen mal ein aggressiver Bär gegenüber steht. Das Problem habt ihr ja nicht vor der Haustür.»
«Das ist der richtige Entscheid!»
Einig sind sich die Blick.ch-Leser auch nicht, ob der Abschuss denn nun richtig oder falsch war. 64 Prozent der Voter lehnen die Tötung ab, 36 Prozent finden die Massnahme richtig. «Das ist der richtige Endscheid! Man hat gar keine andere Wahl gehabt», sagt «Tschirren» aus Belp. «So hatte das Bärenleben zumindest einen würdigen Abschied, und gelitten hat er auch nicht. Ich denke: Lieber tot als 10 Jahre in Gefangenschaft!», meint Chasper aus Zuoz. «Absoluter Stumpfsinn! Auf der einen Seite werden Knut, Flocke und Co. als unheimlich kuschelige Tiere in den Medien breitgewalzt und dann eine solche krasse Aktion. Soll sich der Mensch doch wieder ein wenig zurückziehen, dass die Wildtiere Platz haben» schlägt Andy Koch aus Othmarsingen vor.
Und dann gibts da noch einen ganz anderen Vorschlag: «Man hätte den Bär zum Beispiel nach Sibirien schicken können oder nach Bern ins Dählhölzli (Zoo)», so Daniel Lüthi aus Kloten. «Wieso wurde der Bär nicht betäubt und in ein Wildreservat nach Italien umgesiedelt?», fragt M. Bachmann aus Schwarzenberg. (spj)