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Heute ist grosser Schulreise-Tag. Tausende Kinder sind im ganzen Land unterwegs und geniessen das herrliche Wetter. Nicht so die 24 Schüler von Lehrer Werner Manser aus Wittenbach SG . Sie müssen die Schulbank drücken, weil die SBB die Reservation für ihre Schulreise aus Platzgründen ablehnten (Blick.ch berichtete).
Das tat nicht nur Lehrer Manser leid. Auch Blick.ch-Leser Norbert Näf war traurig, als er von der Geschichte hörte. Näf ist Gemeindepräsident von Heiden AR und ein Mann der Tat. Kurz entschlossen kontaktierte er die Blick.ch-Redaktion: Er wolle der Klasse aus Wittenbach die Schulreise doch noch ermöglichen, SBB-Engpässe hin oder her. «Ich war ganz traurig, als ich von der abgesagten Klassenreise gelesen habe. Deswegen kommt mein Angebot von Herzen», sagt Näf.
Dabei hat er schon an alles gedacht: «Wir könnten die Kinder mit zwei Bussen abholen. Dann bringen wir sie nach Heiden ins Appenzellerland, wo bereits andere Schulklassen wandern.»
Lehrer Manser ist von diesem Angebot überwältigt. «Das ist sehr lieb von Herrn Näf, wirklich supernett!» Dennoch kann der Lehrer den Vorschlag nicht annehmen. «Es ist zu kurzfristig: wir müssten auf die Schnelle eine Begleitperson organisieren und das Programm komplett umstellen», so Manser.
Ganz ausfallen wird die Schulreise dieses Jahr aber nicht: Wenn das Wetter mitmache, könne das Reisli bereits nächste oder übernächste Woche gemacht werden. «Ich versuchs noch mal mit der SBB», sagt Lehrer Manser und lacht.
Dass verschoben nicht aufgehoben bedeutet, freut auch den Heidener Gemeindepräsidenten Norbert Näf: «Ich wünsche den Kindern viel Spass. Vielleicht kommen sie ja im nächsten Jahr. Wir würden uns sehr freuen!»