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Lukas Angehrn (43), Bauer: «Wir haben uns schon gedacht, dass es sich beim Feuer um Brandstiftung handelt» (Toini Lindroos/BLICK)
In Lömmenschwil SG geht die Angst um. Ein Feuerteufel treibt sein Unwesen in der 300-Seelen-Gemeinde. Innerhalb eines Jahres hat es sechs Mal gebrannt – immer bei den gleichen drei .
Zuletzt bei Familie Angehrn. «Wir machen uns grosse Sor-gen. Keiner weiss, wann er das nächste Mal zuschlägt», sagt Bäuerin Silvia Angehrn (43) zu BLICK.
Donnerstagabend vor zwei Wochen. Es ist 23.30 Uhr. Silvia und Lukas Angehrn (43) sitzen vor dem Fernseher. «Wir hörten ein Chlöpfen und ein Tätschen. Da rannten wir raus», sagt die Bäuerin. Flammen schlagen aus dem Dach ihrer Scheune!
Lukas Angehrn ist Stellvertretender Feuerwehrkommandant, er alarmiert sofort seine Kollegen. «Ich habe schon viele Brände gesehen. Aber wenn es den eigenen Hof betrifft, ist das schon etwas anderes. Viel mehr Emotionen sind damit verbunden», erklärt er.
Deshalb gibt Angehrn die Leitung des Einsatzes auch einem Kollegen ab. «Ich weiss nicht, ob ich objektiv gehandelt hätte.»
In der Scheune befinden sich keine Tiere. «Die waren zum Glück über Nacht auf der Weide», sagt Silvia Angehrn. Das Feuer kann gelöscht werden.
Doch es ist noch nicht vorbei: Morgens um 8.40 Uhr bricht der Brand erneut aus. Alles Stroh fängt an zu brennen. Eine Hochzeitsgesellschaft im angrenzenden Restaurant-Saal muss evakuiert werden (BLICK berichtete).
Inzwischen ist klar: Es wurde Brandbeschleuniger verwendet. «Wir haben sofort vermutet, dass es sich um Brandstiftung handelt», sagt Lukas Angehrn. In seiner Scheune befände sich nichts, das ein Feuer auslösen könnte, «nicht mal Strom».
Schon seit über einem Jahr ermittelt die Polizei nun in Lömmenschwil. Von September bis November 2009 hat der Feuerteufel fünf Brände bei zwei Bauern gelegt. Die wohnen nicht weit weg von den Angehrns. Ein Verdächtiger wurde verhaftet und wieder freigelassen. «Wir haben keine heisse Spur, keine Hinweise auf eine Täterschaft», sagt Kapo-Sprecher Hans Peter Eugster.
Lukas Angehrn und seine Frau haben zwar nur Sachschaden erlitten, trotzdem ist der Aufwand riesig: «Wir hoffen, dass die Polizei den Täter bald fassen kann.»