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In der Nacht auf den 25. März bei Surava GR: Braunbär «JJ3» tappt in die Fotofalle. (Amt für Jagd und Fischerei GR)
Graubünden will nicht, dass der vom Abschuss bedrohte Braunbär in einem Bärenschutzzentrum Unterschlupf findet. Wie die erste Absage ans Dählhölzli kommt auch diese aus tierethische Gründen.
Das Einsperren in einem Gehege sei keine tiergerechte Lösung für einen 27 Monate alten Bären, sagte Hannes Jenny heute. Der Bündner Wildbiologe betonte, dass «JJ3» in Freiheit Hunderte von Kilometern zurücklege. Zudem herrsche in Tierparks ein Bärenüberschuss.
Das neuste Asyl-Angebot stammt von zwei Stiftungen. Sowohl «Vier Pfoten» als auch die Stiftung für Bären verfügen nach eigenen Angaben über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit tierschutzgerechter Bärenhaltung. Sie fordern, dass der Bündner Problembär vor einem Abschuss eingefangen wird. Dann könne eine dauerhafte Heimat für den Bären gesucht werden.
Der aus Italien eingewanderte und als Problembär eingestufte «JJ3» geniesst nicht mehr viel Kredit, weil er trotz Vergrämungsaktionen mit Gummischrot immer wieder in bewohnten Siedlungen nach Fressbarem sucht (Blick.ch berichtete). Der Bär kommt dabei Menschen gefährlich nah. (SDA/dip)